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Zur Person von Klaus-Dieter Braun |
Privat: Klaus-Dieter Braun,
Jahrgang '48, verheiratet, zwei erwachsene Kinder. Die kirchlich-religiöse
Anbindung hatte im Kindergottesdienst ihre Wurzeln, zunächst als
begeistertes Kind später als eifriger 'Helfer' in einer Göttinger
Innenstadtgemeinde.
Hobbies:
Kreatives Gestalten,
Theater spielen, Singen in einer Kantorei.
Beruflich: Im Anschluss an den
Beruf des Bauzeichners seit 30 Jahren Erzieher und Diakon, ausgebildet im
Ev. Johannesstift, Berlin. Parallel dazu Studium zum Pantomimen.
Die jüngste berufliche
Erweiterung: ein Fernstudium zum Kommunikationswirt.
Dienstlich:
Seit nunmehr 21 Jahren
bin ich im Amt für Jugendarbeit (ajab) dieser Landeskirche als
Bildungsreferent mit dem Schwerpunkt 'Musisch-kulturelle Bildung' tätig
gewesen. Lange Jahre habe ich Spieleberatung gemacht und bin dafür auch
weiter ansprechbar. Die Umstrukturierungsmaßnahmen im Haus Gesamtkirchlicher Dienste
haben es mit sich gebracht, dass dieser Bereich aufgegeben wird und mir
daher andere Aufgaben anvertraut worden sind. Neben dem Fachbereich
'Gottesdienst,' warten noch im Fachbereich 'Geistliches Leben in den
Gemeinden' (mit jeweils halber Stelle) weitere Verantwortungsbereiche auf
mich. Hier würde ich mich gern der 'Kirchenpädagogik' als besondern
Schwerpunkt widmen. Dies wäre eine gute, sinnvolle Ergänzung zur
Kindergottesdiensbeauftragung. Das bisherige
zusätzliche Angebot "Gestaltende Verkündigung" möchte ich auch künftig in
die Bildungsangebote mit einfließen lassen.
Eine Teilstrecke der
ajab-Zeit war ich auch für den (verbandlich orientierten) Bereich 'Arbeit
mit Kindern' zuständig. Spätestens aus dieser Zeit gibt es eine Menge
Brücken zum Kindergottesdienst, so dass der Anschluss von guten Vorzeichen
geprägt ist. Zumal ich in meiner beruflichen Verortung vor der
Wolfenbütteler Periode in einer Harzer Kirchengemeinde bzw. als
Beauftragter im Kirchenkreis dieses Feld schwerpunktgemäß gepflegt hatte.
Ich denke, dass vieles aus meinem reichhaltigen Erfahrungsschatz in die
künftigen Arbeitsfelder mit einfließen wird - so sich dazu Gelegenheiten
bieten.
Zur persönlichen
inhaltlichen Betrachtung greife ich gern symbolhaft das KiGo-Logo 'Kirche
mit Kindern' auf: Kinder brauchen eine
zuverlässige, gut ausgebildete Schiffsmann-/ frauschaft, damit sie sich -
in der Gewissheit, ihrem Alter gemäß ernst genommen zu werden - fröhlichen
Mutes auf dem großen Deck 'Kirche' tummeln können und nicht nur halbherzig
in ihre Spielnischen, sprich
Kajüten verwiesen werden. Die Entwicklung und Förderung einer am Bedürfnis
des Kindes orientierten religiösen Sozialisation lässt gesundes
Selbstbewusstsein, lässt Urvertrauen wachsen und angedeihen.
Die Vermittlung
grundlegender am Glauben orientierter Werte bildet den Grundstock für
lebensbejahendes konfliktbewusstes Handeln. So können und sollen Kinder
geweitete Horizonte für sich entdecken. Um auf den immer turbulenteren
Wellen gesellschaftlicher Entwicklung und den damit verbundenen
schwierigen Rahmenbedingungen Orientierung zu finden, benötigen Kinder
mehr denn je Vorbilder, sehnen sich Kinder nach zuverlässiger Begleitung,
nach Zuspruch und Geborgenheit. Kinder entdecken am besten durch
generationsübergreifende Angebote und gemeinsames Lernen Zukunft.
Kinder brauchen
motivierte Verantwortliche, die sie durch die Fahrwasser unserer
unsicheren Zeit lenken. Kinder wollen wissen,
welchen Hafen sie wann, wo und wie ansteuern können, um zwischendurch auch
mal festen Boden unter den Füßen spüren zu dürfen. Die leistungsbezogene,
von Fastfood geprägte gesellschaftliche Denkstruktur der Erwachsenen
braucht Gegenpole. Wenn nicht im kirchlichen Rahmen, wo dann sonst? Hier sehe ich eine der
gravierendsten Herausforderungen unserer Zeit!
Der polnische
Pädagoge, Schriftsteller und Arzt Janusz Korzcak richtete eindrückliche
Worte 'an den erwachsenen Leser':
Ihr sagt: " Der Umgang mit Kindern ermüdet uns."
Ihr habt recht.
Ihr sagt: " Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen,
uns herabneigen, beugen, kleiner machen."
Ihr irrt euch.
Nicht das ermüdet uns.
Sondern, dass wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen.
Emporklimmen, uns ausstrecken,
auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen.
Um
nicht zu verletzen.
In diesem Sinne hoffe
ich auf zahlreiche Begegnungen, gegenseitigen förderlichen Austausch und
einen motivierten Gestaltungsprozess.
Also hinein ins Boot -
steuerbord voraus!
Ich wünsche uns eine
inhaltsreiche gemeinsame Fahrt.
Bis demnächst mal...
Ihr und Euer
Klaus-Dieter Braun
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