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Anspiel zum Adventskranz

 
Inhaltsangabe:

Wir lernen den Adventskranz näher kennen

Eingereicht von: © Rita Kusch
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drei Kinder, Mutter und Großmutter

 

 

Alexander:

flötet "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt" und macht immer wieder bei der gleichen Note einen Fehler

Großmutter:

Alexander, es geht anders. Hör zu. Ich singe es dir nochmal vor. Singt den Liedvers

Hanne:

Stimmt ein, ebenso Martin.

Mutter:

kommt herein. Ihr habt es gut. So gemütlich sitzt ihr zusammen und singt. Ich bräuchte mal Hilfe. Der Adventskranz muß noch fertig gemacht werden. Wer kann mir hier mit der schweren Kiste helfen?

Da ist schon alles drin, was wir brauchen.

Alexander:

Ich helfe dir, dann brauche ich wenigstens nicht mehr Flöte zu üben.

Hanne und Martin:

Aber wir wollen auch helfen.

Großmutter:

Wir schmücken den Kranz gemeinsam. Räumt hier mal den Tisch frei, wir brauchen ja viel Platz.

 

Die Kinder schleppen die Kiste herbei.

Mutter

beginnt auszupacken und ordnet auf dem Tisch den schon mit grün geschmückten Kranz in der Mitte an.

Hanne

Warum ist der eigentlich rund? Man könnte ihn doch auch eckig machen, dann hätte man an jeder Ecke eine Kerze.

Großmutter

Er ist rund, weil er dann keinen Anfang und kein Ende hat. Er ist so unendlich, wie Gottes Liebe zu uns.

Martin

Und warum wir er mit Tanne besteckt? Die picksen doch so. Man könnte doch viel besser eine Schleife nehmen oder Wolle.

Alexander

Wie sieht das denn aus? Nein, es muß Tanne sein, dann erinnert es schon an Weihnachten.

Mutter

Die Adventszeit ist ja eine Vorbereitungszeit für Weihnachten. Wir bereiten uns darauf vor, dass Jesus auf die Welt kommt. Die Tanne ist immer grün und Gott ist immer für uns da. Daran sollen wir erinnert werden.

Hanne

War das eigentlich schon immer so? Großmutter, als du klein warst, gab es da schon Advent?

Großmutter

Klar gab es da schon Advent und ich habe auch mit meiner Mutter den Adventskranz fertiggestellt. Aber noch früher, da war es anders. In Hamburg wurde der Adventskranz erfunden. 1839 war das. Johann Hinrich Wichern hat ihn in einem Heim für Jugendliche zuerst gestaltet.

Martin

Den kenn ich, der hat hier in Rastede eine eigene Straße. Da wohnt mein Freund auch.

Alexander

Quatsch, die Straße heißt bloß so, der wohnt da doch nicht. Großmutter, erzähle weiter.

Großmutter

Wichern hat am 1. Advent eine dicke weiße Kerze auf einen großen Holzreifen in den Saal gesteckt. Dann 6 kleine rote für jeden Tag bis zum 2. Advent. Dann wieder eine weiße und immer so weiter, bis er am Heiligen Abend 24 Kerzen stehen hatte. So wurde es mit jedem Tag ein bißchen heller.

Mutter

Wir stecken nur 4 dicke Kerzen auf den Kranz. Für jeden Adventssonntag eine. Hanne, du nimmst eine. Alexander die zweite, Martin die dritte und ich stecke die letzte Kerze auf.

Hanne

Warum nehmen wir eigentlich immer rote Kerzen. Emilys Mutter nimmt blaue, das sieht auch schön aus.

Mutter

Die roten Kerzen sollen dran erinnern, dass Jesus für uns gestorben ist. Er ist ja nicht das kleine Kind in der Krippe geblieben. Wir sollen sein ganzes Leben und auch seinen Tod bedenken in der Zeit, in der wir uns auf sein Kommen vorbereiten.

Alexander

Aber das Licht der Kerzen gibt eine schöne Wärme. Es sieht so gemütlich aus, gerade jetzt, wenn es draußen so dunkel ist. Gott macht es ja auch hell in unserem Leben.

Martin

Ich bin das Licht, das hat Jesus gesagt. Wir haben es neulich im Kindergottesdienst besprochen.

Großmutter

Früher war die Adventszeit eine Fastenzeit. Es gab keine Süßigkeiten und Leckereien, keine Adventskalender und keine Geschenke schon vor Weihnachten. Die lila Altarbehänge erinnern uns noch daran.

Hanne

Stimmt, die haben wir ja vor Ostern auch immer.

Martin

Was, keine Süßigkeiten im Advent? Das finde ich ja doof.

Mutter

Mir ist es jetzt manchmal schon zu viel, schon im September gab es Schokoladenweihnachtsmänner bei Aldi.

Martin

Machen wir jetzt weiter mit dem Kranz. Das ist doch noch nicht alles, oder?

 

gehen ein Stück weg und schauen sich den Kranz bis hierher an.

Alexander

So sieht es noch langweilig aus. Was ist noch in der Kiste? Zeig mal?

Mutter

Vergoldete Nüsse habe ich hier noch.

Hanne

Was sollen die denn am Adventskranz. Die hätte man doch besser essen können.

Martin

Ich mag keine Nüsse. Nur Ferrero.

Großmutter

Die Nüsse stehen für all das Schwere, was Menschen passieren kann, das Traurige, das, was bitter ist und was man nicht gerne hat. Das dürfen wir Gott sagen, er will es verwandeln.

Martin

Was heißt das denn, verwandeln?

Großmutter

Es soll nicht traurig bleiben. Er will es wieder gut machen, will trösten und helfen.

Alexander

Gib her, ich mache die Nüsse fest. Immer zwischen zwei Kerzen stecken wir sie in den Kranz.

Hanne

Und jetzt? Was ist noch im Kasten?

Mutter

Hier ist noch eine Kette, die wollen wir um den Kranz herumwinden. Ihr müßt ihn eben hochhalten, dann kann ich überall besser dran.

Martin

Und wieso soll eine Kette dran? Willst du den Kranz anbinden, so, wie wir unseren Hund anbinden?

Alexander

Quatsch. Das sieht einfach nur schön aus. Deshalb.

Großmutter

Ganz so ist es nicht. Die Kette ist am Adventskranz, weil Jesus uns die Freiheit gebracht hat. Wir sind frei von aller Schuld. Unsere Ketten sind gesprengt.

Hanne

Du weißt aber auch zu allem was. Hat denn alles eine Bedeutung, was wir am Adventskranz befestigen? Ich dachte immer, wir machen das nur, weil es schön aussieht.

Großmutter

Nein, es hat alles eine Bedeutung, aber ich glaube, vielen Leuten geht es so wie dir. Sie kennen die Bedeutung nicht und denken, es sei alles nur schöner Schmuck.

Martin

hat im Kasten gewühlt. Und hier, schaut mal, Zimtstangen und Nelkenbüschel. Nun bin ich aber gespannt, was die am Adventskranz sollen. Vielleicht sind sie da, damit wir das Backen nicht vergessen.

Mutter

Wo wachsen denn die Nelken und der Zimt?

Alexander

Nelken wachsen ja auf Madagaska. Vielleicht sollen wir daran denken, dass Gott überallhin kommen will, nicht nur zu uns.

Hanne

Und an die Könige aus dem Morgenland sollen wir denken, die doch das Christuskind besucht haben in Bethlehem.

Martin

Hier, guckt mal, in der Kiste sind noch so kleine Holzäpfel - was sollen die denn?

Großmutter

Na, wer hat eine Idee?

Hanne

Ich weiß es jedenfalls nicht.

Martin

Nein ich auch nicht.

Alexander

Also Früchte  kommen ja in der Bibel noch öfter vor. Im Paradies. Vielleicht hat es etwas mit Adam und Eva zu tun.

Mutter

Gut nachgedacht. Es stimmt. Mit den Äpfeln werden wir daran erinnert, dass Jesus mit seinem Leben alle Schuld, alles, was uns von Gott trennen könnte, weggenommen hat. In der Bibel steht zwar nur, dass es Früchte sind, aber wir haben Äpfel daraus gemacht, weil wir die am besten kennen.

Martin

Hier, die Sterne. Das weiß ich selbst, was die bedeuten. Sie sollen an den Stern erinnern, hinter dem die Weisen aus dem Morgenland hergelaufen sind, als sie das Jesuskind gesucht haben.

Großmutter

Das stimmt. Der STern von Bethlehem ist damit gemeint.

Hanne

Und was ist in diesem Röhrchen hier?

Mutter

Oh, nicht kippen. Da sind kleine Goldflitter drin. Die streuen wir ganz zum Schluß über den fertigen Kranz.

Martin

Ist das echtes Gold?

Alexander

Bestimmt nicht, das ist  doch ganz teuer.

Mutter

Nein, es sieht nur so aus. Und wir schmücken den Adventskranz damit, weil wir damit ausdrücken wollen, wie wertvoll die Liebe Gottes für uns ist. Er hat uns das liebste gegeben, was er hatte. Darüber dürfen wir uns freuen und dafür wollen wir dankbar sein.

Hanne

Das hätte ich nicht gedacht, dass alles am Adventskranz seine eigene Bedeutung hat. Nun gefällt er mir noch besser, weil ich nun weiß, warum all diese Sachen dazugehören.

Martin

Also ich finde, es könnten noch ein paar Süßigkeiten dran an den Adventskranz, denn ich mir gefällt das Warten dann viel besser.

 

 

 

 

 

 

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