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drei Kinder, Mutter und Großmutter
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Alexander: |
flötet "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt" und macht immer wieder
bei der gleichen Note einen Fehler |
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Großmutter: |
Alexander, es geht anders. Hör zu. Ich singe es dir nochmal vor. Singt
den Liedvers |
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Hanne: |
Stimmt ein, ebenso Martin. |
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Mutter: |
kommt herein. Ihr habt es gut. So gemütlich sitzt ihr zusammen und
singt. Ich bräuchte mal Hilfe. Der Adventskranz muß noch fertig gemacht
werden. Wer kann mir hier mit der schweren Kiste helfen?
Da
ist schon alles drin, was wir brauchen. |
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Alexander: |
Ich
helfe dir, dann brauche ich wenigstens nicht mehr Flöte zu üben. |
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Hanne
und Martin: |
Aber
wir wollen auch helfen. |
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Großmutter: |
Wir
schmücken den Kranz gemeinsam. Räumt hier mal den Tisch frei, wir brauchen
ja viel Platz. |
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Die Kinder schleppen die Kiste herbei. |
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Mutter |
beginnt auszupacken und ordnet auf dem Tisch den schon mit grün geschmückten
Kranz in der Mitte an. |
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Hanne |
Warum
ist der eigentlich rund? Man könnte ihn doch auch eckig machen, dann hätte
man an jeder Ecke eine Kerze. |
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Großmutter |
Er
ist rund, weil er dann keinen Anfang und kein Ende hat. Er ist so unendlich,
wie Gottes Liebe zu uns. |
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Martin |
Und
warum wir er mit Tanne besteckt? Die picksen doch so. Man könnte doch viel
besser eine Schleife nehmen oder Wolle. |
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Alexander |
Wie
sieht das denn aus? Nein, es muß Tanne sein, dann erinnert es schon an
Weihnachten. |
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Mutter |
Die
Adventszeit ist ja eine Vorbereitungszeit für Weihnachten. Wir bereiten uns
darauf vor, dass Jesus auf die Welt kommt. Die Tanne ist immer grün
und Gott ist immer für uns da. Daran sollen wir erinnert werden. |
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Hanne |
War
das eigentlich schon immer so? Großmutter, als du klein warst, gab es da
schon Advent? |
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Großmutter |
Klar
gab es da schon Advent und ich habe auch mit meiner Mutter den Adventskranz
fertiggestellt. Aber noch früher, da war es anders. In Hamburg wurde der
Adventskranz erfunden. 1839 war das. Johann Hinrich Wichern hat ihn in einem
Heim für Jugendliche zuerst gestaltet. |
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Martin |
Den
kenn ich, der hat hier in Rastede eine eigene Straße. Da wohnt mein Freund
auch. |
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Alexander |
Quatsch, die Straße heißt bloß so, der wohnt da doch nicht. Großmutter,
erzähle weiter. |
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Großmutter |
Wichern hat am 1. Advent eine dicke weiße Kerze auf einen großen Holzreifen
in den Saal gesteckt. Dann 6 kleine rote für jeden Tag bis zum 2. Advent.
Dann wieder eine weiße und immer so weiter, bis er am Heiligen Abend 24
Kerzen stehen hatte. So wurde es mit jedem Tag ein bißchen heller. |
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Mutter |
Wir
stecken nur 4 dicke Kerzen auf den Kranz. Für jeden Adventssonntag eine.
Hanne, du nimmst eine. Alexander die zweite, Martin die dritte und ich
stecke die letzte Kerze auf. |
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Hanne |
Warum
nehmen wir eigentlich immer rote Kerzen. Emilys Mutter nimmt blaue, das
sieht auch schön aus. |
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Mutter |
Die
roten Kerzen sollen dran erinnern, dass Jesus für uns gestorben ist. Er ist
ja nicht das kleine Kind in der Krippe geblieben. Wir sollen sein ganzes
Leben und auch seinen Tod bedenken in der Zeit, in der wir uns auf sein
Kommen vorbereiten. |
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Alexander |
Aber
das Licht der Kerzen gibt eine schöne Wärme. Es sieht so gemütlich aus,
gerade jetzt, wenn es draußen so dunkel ist. Gott macht es ja auch hell in
unserem Leben. |
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Martin |
Ich
bin das Licht, das hat Jesus gesagt. Wir haben es neulich im
Kindergottesdienst besprochen. |
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Großmutter |
Früher war die Adventszeit eine Fastenzeit. Es gab keine Süßigkeiten und
Leckereien, keine Adventskalender und keine Geschenke schon vor Weihnachten.
Die lila Altarbehänge erinnern uns noch daran. |
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Hanne |
Stimmt, die haben wir ja vor Ostern auch immer. |
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Martin |
Was, keine Süßigkeiten im Advent?
Das finde ich ja doof. |
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Mutter |
Mir
ist es jetzt manchmal schon zu viel, schon im September gab es
Schokoladenweihnachtsmänner bei Aldi. |
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Martin |
Machen wir jetzt weiter mit dem Kranz. Das ist doch noch nicht alles, oder? |
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gehen ein Stück weg und schauen sich den Kranz bis hierher an. |
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Alexander |
So
sieht es noch langweilig aus. Was ist noch in der Kiste? Zeig mal? |
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Mutter |
Vergoldete Nüsse habe ich hier noch. |
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Hanne |
Was
sollen die denn am Adventskranz. Die hätte man doch besser essen können. |
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Martin |
Ich
mag keine Nüsse. Nur Ferrero. |
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Großmutter |
Die
Nüsse stehen für all das Schwere, was Menschen passieren kann, das Traurige,
das, was bitter ist und was man nicht gerne hat. Das dürfen wir Gott sagen,
er will es verwandeln. |
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Martin |
Was
heißt das denn, verwandeln? |
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Großmutter |
Es
soll nicht traurig bleiben. Er will es wieder gut machen, will trösten und
helfen. |
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Alexander |
Gib
her, ich mache die Nüsse fest. Immer zwischen zwei Kerzen stecken wir sie in
den Kranz. |
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Hanne |
Und
jetzt? Was ist noch im Kasten? |
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Mutter |
Hier
ist noch eine Kette, die wollen wir um den Kranz herumwinden. Ihr müßt ihn
eben hochhalten, dann kann ich überall besser dran. |
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Martin |
Und
wieso soll eine Kette dran? Willst du den Kranz anbinden, so, wie wir
unseren Hund anbinden? |
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Alexander |
Quatsch. Das sieht einfach nur schön aus. Deshalb. |
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Großmutter |
Ganz
so ist es nicht. Die Kette ist am Adventskranz, weil Jesus uns die Freiheit
gebracht hat. Wir sind frei von aller Schuld. Unsere Ketten sind gesprengt. |
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Hanne |
Du
weißt aber auch zu allem was. Hat denn alles eine Bedeutung, was wir am
Adventskranz befestigen? Ich dachte immer, wir machen das nur, weil es schön
aussieht. |
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Großmutter |
Nein,
es hat alles eine Bedeutung, aber ich glaube, vielen Leuten geht es so wie
dir. Sie kennen die Bedeutung nicht und denken, es sei alles nur schöner
Schmuck. |
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Martin |
hat im Kasten gewühlt. Und hier, schaut mal, Zimtstangen und
Nelkenbüschel. Nun bin ich aber gespannt, was die am Adventskranz sollen.
Vielleicht sind sie da, damit wir das Backen nicht vergessen. |
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Mutter |
Wo
wachsen denn die Nelken und der Zimt? |
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Alexander |
Nelken wachsen ja auf Madagaska. Vielleicht sollen wir daran denken, dass
Gott überallhin kommen will, nicht nur zu uns. |
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Hanne |
Und
an die Könige aus dem Morgenland sollen wir denken, die doch das
Christuskind besucht haben in Bethlehem. |
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Martin |
Hier,
guckt mal, in der Kiste sind noch so kleine Holzäpfel - was sollen die denn? |
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Großmutter |
Na,
wer hat eine Idee? |
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Hanne |
Ich
weiß es jedenfalls nicht. |
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Martin |
Nein
ich auch nicht. |
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Alexander |
Also
Früchte kommen ja in der Bibel noch öfter vor. Im Paradies. Vielleicht hat
es etwas mit Adam und Eva zu tun. |
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Mutter |
Gut
nachgedacht. Es stimmt. Mit den Äpfeln werden wir daran erinnert, dass Jesus
mit seinem Leben alle Schuld, alles, was uns von Gott trennen könnte,
weggenommen hat. In der Bibel steht zwar nur, dass es Früchte sind, aber wir
haben Äpfel daraus gemacht, weil wir die am besten kennen. |
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Martin |
Hier,
die Sterne. Das weiß ich selbst, was die bedeuten. Sie sollen an den Stern
erinnern, hinter dem die Weisen aus dem Morgenland hergelaufen sind, als sie
das Jesuskind gesucht haben. |
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Großmutter |
Das
stimmt. Der STern von Bethlehem ist damit gemeint. |
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Hanne |
Und
was ist in diesem Röhrchen hier? |
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Mutter |
Oh,
nicht kippen. Da sind kleine Goldflitter drin. Die streuen wir ganz zum
Schluß über den fertigen Kranz. |
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Martin |
Ist
das echtes Gold? |
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Alexander |
Bestimmt nicht, das ist doch ganz teuer. |
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Mutter |
Nein,
es sieht nur so aus. Und wir schmücken den Adventskranz damit, weil wir
damit ausdrücken wollen, wie wertvoll die Liebe Gottes für uns ist. Er hat
uns das liebste gegeben, was er hatte. Darüber dürfen wir uns freuen und
dafür wollen wir dankbar sein. |
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Hanne |
Das
hätte ich nicht gedacht, dass alles am Adventskranz seine eigene Bedeutung
hat. Nun gefällt er mir noch besser, weil ich nun weiß, warum all diese
Sachen dazugehören. |
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Martin |
Also ich finde, es könnten noch
ein paar Süßigkeiten dran an den Adventskranz, denn ich mir gefällt das
Warten dann viel besser. |