Musical
Thema: Franz von Assisi
Einführung ins Thema
Wir wollen uns heute von einem ansprechen und führen lassen, der ein Auge
und ein Ohr, oder besser noch ein Herz für die einfachen Dinge im Leben
besitzt. Es ist der Bruder Franz von Assisi. Mit seinem Herzen vermag er
zu schauen, zu hören, zu fühlen, was eine Blume zu sagen hat, ein
blühender Zweig, ein uralter Stein. Er versteht die Sprache der Dinge,
das Lied der Vögel, den Gesang einer sprudelnden Quelle, des Windes und
des Feuers. Alles und jedes wird ihm zum Fenster, zur Tür, durch die er
dem begegnet, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde. Alles wird ihm
zur Antwort auf die Frage: Gott ich will dich suchen, finden, zeige mir,
wo bist du da!"
Lied:
Gott ich will dich suchen finden...
Unsere Kinder haben am heutigen
Bibelnachmittag Franz von Assisi kennen gelernt. Sie haben versucht, dem
Leben dieses außergewöhnlichen Mannes nachzuspüren. Es wurde gesungen,
gespielt, gebastelt mit dem Ziel, hier im Familiengottesdienst diesen Mann
in einem kleinen Spiel vorzustellen.
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Spiel ab...
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Die Stadt Assisi
Unsere Geschichte führt uns in ein
Land, das viele aus dem Urlaub kennen, nach Italien. Doch nicht ans Meer
gehen wir, sondern in das Innere des Landes. Umbrien heißt die
Landschaft. Die Stadt unserer Geschichte wurde vor vielen Jahren an einem
Berghang gebaut. Mittelpunkt der Stadt war ein Brunnen. Hier war der
Treffpunkt der Menschen von Assisi, so heißt nämlich die Stadt. Die
Menschen, die hier wohnen, lieben ihre Stadt, sind stolz auf sie.
In Bernardones Haus
Wir sind in einem Geschäftshaus,
in dem mit Stoffen, Samt und Seide gehandelt wird. Der
Besitzer ist der Tuchhändler Bernardone. Wir können uns ihn vorstellen,
wie er vor seinem
Laden steht und ruft:
Lied: Kleider machen Leute
Bernardone ist sehr reich. Er und seine
Frau können sich viele Wünsche erfüllen. Nur ihr Wunsch nach einem Kind
hat sich noch nicht erfüllt.
B: "Hätten wir nur einen Sohn,
der einmal das Geschäft weiterführt".
Frau: "Hätten wir nur ein Kind. Ich möchte mit ihm singen, ihn das
Dichten und das Spiel auf der Laute lernen."
Nach langem Warten und Bangen erfüllt sich der große Wunsch, ein Sohn
wird geboren. Die Eltern lassen das Kind auf den Namen Francesco taufen.
Vater und Mutter haben unterschiedliche Vorstellungen, was einmal aus
ihrem kleinen Sohn werden soll.
B: "Du sollst einmal ein Tuchhändler werden, wie ich es bin."
Frau: "Kein Tuchhändler sollst du werden, sondern ein Ritter oder
ein Edelmann oder vielleicht ein Dichter."
Wir wollen sehen und hören, wie es mit dem
kleinen Franziskus weitergeht.
Francescos Jugend
Am Brunnen der Stadt treffen sich
jeden Abend die Mädchen und Jungen. Sie sitzen um den Brunnen, machen
Musik und tanzen.
Lied:
Um den Brunnen
Francesco ist der Mittelpunkt der Runde. Er
hat eine schöne Stimme und kann gut Gitarre spielen. Er trägt die
schönsten Kleider, um die ihn alle beneiden. Er genießt es der Bestimmer
zu sein. Er ist ziemlich eingebildet. Einmal hat er ein besonderes Lied
gedichtet.
Lied:
He hallo du
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Abschied in den Krieg
Plötzlich hört man
Trommelschläge.
Es ist Krieg, es ist Krieg,
K: "Die Feinde haben alle Wege in die
Stadt gesperrt. Wir müssen uns wehren, wir müssen kämpfen."
K: "Wir müssen die Stadt schützen, auf
zu den Waffen."
(Francesco zu seinem Vater)
F: "Vater, auch ich werde in den Krieg ziehen."
B: "Mein Sohn, ich werde dir ein kräftiges Pferd und eine schöne
Rüstung besorgen."
Francesco wird zum Anführer der Soldaten
bestimmt. Dann naht die Stunde des Abschiedes.
Lied: Lebt wohl ihr Lieben
Kerker
Der Krieg ist grausam, Menschen
werden verwundet, getötet. Francesco wird gefangen und in einen dunklen,
kalten Kerker gesperrt. F. leidet großen Hunger und friert. Am
schlimmsten aber ist die Dunkelheit. Es gibt kein Fenster, kein
Lichtstrahl fällt herein. F. ist verzweifelt, am Ende. Ob er jemals
wieder den blauen Himmel, die Wolken, die Blumen, die Bäume, die
Gesichter von Mutter und Vater und der Freunde sehen wird. Wir rufen und
beten mit F,
Lied: Ich bin im Dunkeln.
Begegnung mit Armen-Kranken
Ein Jahr muss F. im Kerker
ausharren bis es seinem Vater gelingt, ihn freizukaufen. So kehrt er nach
Assisi heim. Seine Freunde begrüßen ihn freudig.
K.: "F. du bist wieder da. Lass
uns feiern und lustig sein wie früher"
Doch F. ist nicht mehr der Alte. Vieles
sieht er mit anderen Augen. Auf einmal nimmt er die vielen Kranken und
Armen in Assisi wahr. Er hat die Zeit der eigenen Not und Dunkelheit im
Gefängnis nicht vergessen. Wie ist er froh, die Sonne wieder zu sehen,
den Himmel, die Bäume, Blumen und Freunde. Aber leben nicht all die
Armen, Kranken, Ausgestoßenen in Dunkelheit, wie in einem Gefängnis?
(Rasseln ertönen)
Die Aussätzigen-Rasseln, nichts wie weg.
(alle rennen weg)
Doch plötzlich schämt sich F. und kehrt um.
(F. geht zu dem Kranken und reichen ihm die Hände und gibt ihm den
Friedensgruß)
F: "Friede sei mit dir Bruder."
Lied: Friedensgruß
Immer öfter geht Francesco zu den
Ausgestoßenen und Armen und schenkt ihnen Zuneigung und Erbarmen, ein
wenig Licht in ihrer Dunkelheit und Einsamkeit.
Die Leute in Assisi aber, seine Freunde, sein Vater wundern sich. Sie
langen sich an den Kopf und fragen: was ist nur mit F. los. Der ist nicht
mehr normal.
(Gespräch in der Gruppe).
Lied: Hinter vorgehaltener Hand
Ich dulde es nicht, dass er verteilt, was ich
mit Mühe und Fleiß erarbeitet habe. Ich bringe ihn vor Gericht, vor
unseren Bischof. Der soll entscheiden, ob F. noch ganz normal ist und wer
recht hat.
(Bischof, Vater, Franz, Zuschauer:
Franz zieht sich aus bis auf die Kutte)
Lied: Ich brauch deine Kleider nicht
Schwester Sonne
(F. schlafend)
Franz ist nun mit sich und der Welt im Reinen. Ruhig und traumlos sind die
Nächte. Am Morgen wird er vom ersten Hahnenschrei geweckt. Die Vögel
verkünden ihm pfeifend und singend: der Tag bricht an. Franz steht auf
und wartet auf die Sonne. Schwester Sonne, wie schön bist du. Du beendest
die Nacht. Du bringst den neuen Tag. Du schenkst uns dein Licht und deine
Wärme. Schwester Sonne, du bist wunderschön.
(Sonne geht auf und Franz streckt ihr die Hände entgegen)
Lied: Ein Lied für die Sonne
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Abschied:
Ein Leben in Armut ist auch sehr
anstrengend. Schon mit 44 Jahren sind F. Kräfte erschöpft. Er ist sehr
krank geworden. Franz spürt, dass er bald sterben wird. Seine Brüder
wollen ihm Mut zusprechen, jedoch Franz hat keine Angst. Er weiß, der Tod
ist die Tür in ein Licht, das heller ist als die Sonne, der Mond, die
Sterne. Gott wohnt in diesem hellen Licht. Er darf bei ihm wohnen, Gott
umfängt ihn mit seinem Licht und seiner Liebe.
F: Brüder, singt mir noch einmal das Lied von der Sonne, den
Sonnengesang.
(Franz geht durch das Sonnentor)
Lied: Ein Lied für die Sonne
Gebet:
Gott Vater im Himmel!
Es ist schwer zu verstehen, was Franz getan hat, alles den Eltern
zurückgeben, was er von ihnen bekommen hat, das Elternhaus verlassen, ein
Bruder werden allen Armen und Kranken. Mit dem Bruder Franz aber wollen
wir rufen:
Du bist unser Vater im Himmel!
Du weißt um uns!
Du liebst uns!
Du sorgst für uns!
Du gibst, was wir zum Leben brauchen. Amen.
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ENDE
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Fürbitten
Es ist unser Wunsch, Gott zu suchen
und zu finden. Das können wir aber nur, wenn wir mit dem Herzen sehen
können, wie der hl. Franz von Assisi.
Wir sehen oft viel zu viel.
Jeden Tag ziehen tausende von Bildern aus Fernsehen, Video und von
Reklametafeln an uns vorbei.
Lieber Gott hilf uns, dass unsere Augen beim Sehen nicht abstumpfen, damit
wir die kleinen Wunder, wie eine Blume am Wegesrand oder ein Falter im
Sonnenlicht, noch sehen können.
Wir hören oft viel zu viel.
Aus Radios Recordern und Walkmans werden wir beschallt.
Lieber Gott hilf uns, dass unsere Ohren nicht taub werden, und wir
auch noch das Leise, wie das Zirpen einer Grille oder das Säuseln
des Windes hören.
Wir besitzen oft viel zu viel.
Nahrung, Kleidung und Spielsachen gibt es im Überfluss. Wir werden oft
phantasielos und können uns nicht mehr freuen Lieber Gott hilf und, dass
wir wieder Staunen können und darauf achten, was klein und unscheinbar
ist.
Wir haben oft Angst, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Lieber Gott hilf uns, den richtigen Weg
zu finden.
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