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Jona
Gott läßt niemanden im Stich

 
Inhaltsangabe:
Der Weg des Jona - ein Weg in dem Gott immer wieder den Menschen sucht. Ein Kinderbibelwochenende.


Erarbeitet von: © Team Bunter Kindermorgen - Groß Elbe
 Durchgeführt  am 31.5.2.6. 2002

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Ablauf Kinderbibelwochenende 2002 - Jona

Wichtigstes Hilfsmittel für dieses Wochenende war die Bibelwochenausarbeitung: Jona  - Gott findet mich, vom Evangelischen Bildungswerk Berlin. Es ist eine ältere Konzeption, die aber immer noch sehr gut ist und sehr anregend. Wir haben sehr davon profitiert, auch wenn wir vieles verändert haben.
 

Freitagnachmittag

Treffen des Teams: 14 Uhr
Treffen in der Kirche
Begrüßung - Begrüßungslied - Gebet
Lied: Wir singen vor Freude
Thema: Anspiel
Szenen:
1. Die Menschen in Ninive - Sie leben von Betrügereien, Gewalt, Hass, usw.
2. Gott will das ändern (Selbstgespräch)
3. Jona - Selbstgespräch wie gut es ihm doch geht.
4. Gott spricht Jona an: Jona geh nach Ninive
5. Jona will nicht und wehrt sich - immer wieder rufen alle: Jona geh nach Ninive (Liedruf)
6. Jona will Gott entfliehen und geht zum Hafen und sucht sich ein Boot
Lied: Atte katte nuwa

Gemeinderaum: gemeinsames Essen

Gruppenarbeit: Thema: Gott will etwas von uns - wollen wir etwas von ihm?
Flaschendrehen, jedem werden Aufgaben gestellt. Welche sind angenehm, welche unangenehm. Gespräch auch über Aufgaben, die wir gerne oder ungerne machen. Strategien des Ausweichens usw.

Kreativ: Fische aus Holz gestalten.

Abschluß in der Kirche


Samstagvormittag ab 10 Uhr - Ende 17 Uhr

Treffen des Teams: 9 Uhr
Treffen in der Kirche
Begrüßung - Begrüßungs- / Morgenlied - Gebet
Lied: Wir singen vor Freude
Thema: Anspiel
Szenen:
1. Jona auf dem Schiff - Das Boot gerät in Schwierigkeiten (siehe dazu Vorlage aus dem o.g. Kinderbibelwochenmaterial. Ich habe noch nie so intensiv und facettenreich Gefühle über ein Lied zum Ausdruck bringen können. Das Lied: Atte katte nuwa wurde als Grundlage genommen, um die Ereignisse auf dem Meer pantomimisch darzustellen.)
2. Jona im Bauch des Fisches
Lied: Jona will nicht nach Ninive

Gemeinderaum: gemeinsames Essen

Gruppenarbeit: Thema Gebet: Ich kann mit Gott reden. Frei nach dem Motto: Ich hab's dem lieben Gott erzählt. Der sagt's nicht weiter.
Gespräch über Gebetsformen an Hand von Bildern. (Lob, Dank, Klage, Fürbitte, Tischgebet, Morgen- und Abendgebet ....)
Einüben von Gebetsformen.
Es waren ungeheurer intensive Gespräch vor allem auch mit den kleineren Kindern.

Eigene Gebetsrunde mit einem großen Walfisch, auf dem Kerzen platziert werden.
Kreativ: für die Kleineren: Walfischluftballons basteln und Fenster bemalen
Große: Gebetswürfel erstellen

13 Uhr Mittagessen (wurde vorbereitet von Eltern). Anschließend Pause bis 14.30 Uhr

Samstagnachmittag

Treffen in der Kirche
Lied: Jona will nicht nach Ninive
Thema: Anspiel
Szenen:
1. Jona wird an Land gespuckt und geht nach Ninive
2. Jona auf dem Marktplatz in Ninive
3. Jona setzt sich auf den Berg
4. Der König spricht zu seinem Volk
dazw.: Lied: Guter Gott, so geht das nicht
5. Jona schaut sich das Treiben an.
Lied: Komm, sag es allen weiter

Gemeinderaum: gemeinsames Essen

Gruppenarbeit:
Wir gestalten Masken (hergestellt aus Papiertüten der Fa. Marktkauf)
Nachspielen der Erlebnisse des Jona


Abschluß in der Kirche


Sonntag Familiengottesdienst

Gezeigt wurde eine Fernsehreportage nach dem Stil: Im Brennpunkt. RTV-Tarsis informiert über den Nicht-Untergang von Ninive. Interviews mit Jona (Studiogast) und anderen führten die Eltern in die Geschichte ein. Zwischendurch gab es Kommentare (geistliche Gedanken). Es dauerte 60 Minuten und wir mussten zwischendurch kürzen. Abgedruckt hier sind meine "Fernsehkarten", wie sie die Moderatoren immer in der Hand haben.

Vorspiel - Begrüßung
Lied: Guten Tag ihr seid willkommen
Gebet
Lied: Halleluja, Lobet Gott
Einstieg in die Fernsehreportage:

RTV - Tarsis mit einem Spezial: Die große Verwandlung in Ninive
· Einführende Worte zur Sendung.
· Begrüßung von Jona im Studio
· Einblende: Ninive vor der Umkehr
· G(espräch mit Jona): Gefühle und Empfindungen des Jona - Kinder können wieder den Jona geh-Ruf singen
· Flucht auf das Schiff
· Kommentar: Vor Gott weglaufen wollen.
Lied: Atte katte nuwa

G: über das Leben auf dem Schiff
· Telefonat mit dem Matrosen
· Einblende: Archivbilder vom Meer und dem Wal
· G: Jona im Walfisch
· Kommentar: Mit Gott im Gespräch sein

· G: Der Weg nach Ninive
· Einblende: Videoaufnahmen eines Privatmannes beim Hineingehen nach Ninive
· G: Gefühle auf dem Marktplatz - alle hören zu.
· G: Wie war das, als Sie Ninive verlassen haben.
Lied: Komm, sag es allen weiter

· Interview mit dem König und einigen Nineveern:

Re(porter) Guten Tag euer Exellenz!
Kö(nig) Guten Tag
Re Es waren harte Tage jetzt in der letzten Zeit. Wie geht es Ihnen im Augenblick.
Kö Nun ja, es hat sich vieles in unserer Stadt verändert. Es ist eine ungeheure Umstellung für jeden von uns. Wir kommen mit dieser neuen Lebenssituation noch gar nicht so richtig klar, aber wir haben doch schon entscheidende Schritte nach vorne gemacht.
Re Schauen wir einmal zurück. Ninive war ja die gefürchtetste Stadt in diesem ganzen Landstrich. Hier wollte ja niemand hingehen und jeder, der hier her musste, hatte riesengroße Angst. Warum haben sich die Menschen hier im Ort so verhalten?
Kö Nun ja, ich denke, hier wird übertrieben. Schauen Sie an, die Menschen die hier lebten, hatten doch keine Angst. Obwohl ich heute sagen muss, es muss für die Außenstehenden schon grausam gewesen sein. Sehen sie, dass ist ja immer so. Wer drinnen ist, der merkt gar nicht mehr, das das eigene Leben nicht richtig ist. Wir waren es gewohnt. All die Brutalität, die Betrügereien, das Gegeneinander, Diebstahl, Hass und Neid, das war für uns Alltag. Da hat sich keiner drüber aufgeregt.
Re Aber, Excellenz, mal ehrlich: So kann doch keiner leben.
Kö Sie mögen das aus ihrer Sicht so sehen. Ich sehe das ja heute auch anders. Aber hätte sie vor einer Woche dieses Interview gemacht, ich hätte sie nicht verstanden. ES lief doch alles. Bei mir jedenfalls hat sich niemand beschwert. - Allerdings wäre er auch mit Kerker bestraft worden. Vielleicht kam deshalb auch niemand.-
Re Wenn ich sie recht verstehe, dann lag es also daran, dass sie im eigenen Saft geschmort haben und jeglichen Blick für das eigene Leben verloren haben?
Kö So muss man es wohl sehen. Man wird blind für das, was man den ganzen Tag erlebt, wenn nicht jemand auch mal etwas anderes sagt. Ehrlich gesagt, ich bin dankbar, dass dieser Herr Jona gekommen ist.
RE Der Anfang seines Kommens war ja nicht so einfach. Wir hörten, dass er an den Stadttoren sehr über behandelt wurde. Er kann ja froh sein, dass er überhaupt auf den Marktplatz gekommen ist. Kein Wunder eigentlich, dass er seinem Auftrag entgehen wollte.
Kö Ja, leider war das so. Wir haben damals jeden so empfangen. Wir haben übrigens auch unsere eigenen Leute so empfangen. Aber die kannten das ja schon.
Re Als er dann auf dem Marktplatz stand. Was ist das für ein Gefühl, wenn da jemand sagt: Ihr habt noch 40 Tage, wenn bis dahin nichts passiert, dann geht ihr unter.?
Kö Nun zunächst habe ich das verstanden wie alles, in unserer Stadt. Da erzählt wieder einer etwas unmögliches. Wieder so eine Lüge, die wir doch jeden Tag tausendmal erzählen. Aber dann wurde ich langsam wach. Ich muss sagen, das war wie eine innere Stimme, die zu mir sagte: Hör da jetzt mal genau zu, aber mit anderen Ohren. Hör zu und zieh daraus Konsequenzen. Es war, als redet da jemand höheres als ich mit mir. Und ich weiß jetzt, dass es Gott war. Gott, der ja auch aus dem Herrn Jona sprach.
Re Und was haben sie dann gemacht?
Kö Nun, nachdem Jona zu ende geredet hat, habe ich mich auf meinem Balkon erhoben und eine Rede geredet, wie ich es noch nie getan habe. Ich habe meinem Volk ins Gewissen geredet und gesagt, dass wir so nicht weitermachen können. Wenn wir das Überleben unserer Stadt sichern wollen, dann geht das nur, wenn wir uns ändern.
Re Sie stehen hier in einem sehr einfachen Kleid. Mir wurde erzählt, sie haben auch ein anderes Gewand, eben ein königliches Gewand.
Kö Ja, natürlich habe ich so ein königliches Gewand. Aber ich denke, es ist im Augenblick nicht die Zeit für festliche Gewänder. Ich habe als König versagt, ich habe mein Volk schlecht geführt. Darum habe ich mein Festkleid ausgezogen und das Büßergewand angezogen. Ich möchte damit deutlich machen, dass ich bei unserem Weg zur Umkehr ganz vorne mitgehen möchte.
Re Jona hat ihnen von Gott her angedroht, wenn ihr nicht umkehrt werdet ihr in 40 Tagen untergehen, was glauben sie: wird sie der göttliche Untergang ereilen?
Kö Wenn ich das glauben würde, stände ich nicht hier. Nein, trotz aller Dinge, die noch zu tun sind, wir sind sehr hoffnungsvoll. Wir tun alles, um unser Leben zu verändern, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Und außerdem, ich glaube fest daran, dass Gott uns gnädig sein wird, auch wenn wir noch nicht so weit sind. Gott war so gütig und hat uns zur Umkehr gerufen, so wird er uns nicht untergehen lassen.
Re Ich wünsche Ihnen das auch.
Kö Darf ich noch etwas sagen: Wenn unsere Stadt nicht untergehen wird, dann, so haben wir uns vorgenommen, werden wir die friedlichste und offenste Stadt der ganzen Gegend. Und wenn wir unser großes Umkehrfest feiern, soll Herr Jona auch hier sein und er soll zum Ehrenbürgermeister der Stadt Ninive ernannt werden.
Re Das halte ich für eine gute Idee. Ich wünsche Ihnen auf ihrem Weg alles gute. Und sie wissen, wenn ihr Umkehrfest gefeiert wird: R-TV Tarsis ist dabei. Ich will noch einige Niniveer fragen wie es ihnen geht.


· wichtigstes Lied: guter Gott so geht das nicht... singen
· G: mit Jona über das Gehörte reden.
· Kommentar: Umkehr zur Rettung des Lebens
Lied: Gott entzündet ein Licht

G: Jona schaut das Treiben aus der Ferne an
· Andenken: der verdorrte Strauch
· Was haben Sie gelernt aus dieser Odyssee?
· Kommentar: Gottes Wege sind Wege der Liebe zum Menschen
Lied: Jonalied

· Einige Kinder haben Ihren Gebetswürfel dabei: Fürbittengebet gestalten.
· Vaterunser
· Kommentar: Segenswort
· Ende der Sendung
Lied: Komm Herr segne uns

Verabschiedung


 

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