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Zwei (in weißen Gewändern?)
gekleidete Personen betreten vom Kanzelaufgang her den Chorraum. |
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1 |
Meine Güte, da hat uns Gott ja eine
ganz schön schwierige Aufgabe gegeben. |
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2 |
Das finde ich aber auch. Und dann
sollen wir auch noch so schnell machen. |
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1 |
Ja leider. Aber nun gut. Wenn Gott
etwas möchte, dann wollen wir ihm den Gefallen tun. Aber zuerst lass uns
noch einmal genau feststellen, was Gott eigentlich von uns möchte. |
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2 |
Ja, das ist gut. Also: er möchte
gerne etwas schaffen, was großartig ist. |
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1 |
Ja, es soll etwas nie da gewesenes
sein. Und es soll dementsprechend auch mit nichts zu vergleichen sein hier
im Himmel. |
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2 |
Das wäre ja auch noch schöner, wenn
wir etwas besseres als den Himmel schaffen würden. |
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1 |
Na ja von besser hat Gott auch nicht
geredet. Es soll einfach unvergleichlich sein. |
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2 |
Vielleicht könnten wir einen
hüpfenden Springbrunnen schaffen. |
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1 |
Was bitte? einen hüpfenden
Springbrunnen? Was sollen wir denn damit? |
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2 |
Weiß ich auch nicht. War ja nur so
eine Idee. |
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1 |
Nein, es muss etwas
unvergleichliches sein. Ich würde sagen, wir schaffen erst einmal einen
Raum. In diesem Raum kann ja dann etwas passieren. |
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2 |
Ja, das ist gut. Vielleicht so
etwas: eine Würfel zeichnen |
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1 |
Zeig mal. Ach, die Kinder können das
nicht sehen, wir machen das mal anders. (Overheadfolie auf den Projektor
legen oder Flipchart nutzen)
Ja, ... meinst du, das ist gut.
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2 |
Wir könnten doch dann unsere
Himmelswolken da hineintun, wie wäre das denn? |
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1 |
Ich liebe unsere Himmelswolken. Sie
sind so schön weich und man kann herrlich damit schweben. Aber nein. Das
haben wir doch schon. Wir sollen doch etwas Außergewöhnliches herstellen. |
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2 |
Also doch der hüpfende
Springbrunnen! |
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1 |
Du immer mit deinem hüpfenden
Springbrunnen. Nein anders. Überwältigend groß. |
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2 |
Dann machen wir den Springbrunnen
eben riesig groß. Das dürfte doch kein Problem sein oder? |
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1 |
Nun lass mich in Ruhe mit deinem
Springbrunnen, die Idee ist einfach nicht gut. |
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2 |
Dann hab doch eine bessere, wenn du
auch meinen schönen Raum nicht willst. |
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1 |
Ich hab aber keine besser Idee. Oder
warte mal. Was hat Gott gesagt oder besser gesagt wie hat er es gesagt:
(mit den Händen einen Kreis
beschreiben) Etwas großes, etwas großartiges soll geschaffen werden.
Ein Kreis ist gut. |
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2 |
Wie ein Kreis ist gut? (Malt einen
Kreis – Legt die Folie auf den OHP).
Was ist denn daran großartig?
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1 |
Nun einen phänomenal riesigen Kreis
gibt es noch nicht. Oder kennst du einen? |
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2 |
Nein ich kenne keinen. Aber was soll
der? Sollen wir Engel damit Frisbee spielen oder Diskuswerfen machen? |
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1 |
Natürlich nicht, weil er so groß
ist, dass auch Engel ihn nicht werfen können. Nein, einen riesigen Kreis und
darauf lässt Gott Leben entstehen. Verstehst du? |
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2 |
Leben entstehen? Kannst du mir bitte
erklären, was du damit meinst? |
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1 |
Na klar, das ist es! Leben. Pass
auf. Gott schafft eine Scheibe, auf der es Dinge gibt, die erst klein sind
und dann groß werden und irgendwann auch nicht mehr da sind. Also Dinge die
wachsen und wieder vergehen |
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2 |
Ach das ist Leben: klein sein,
wachsen, groß werden und irgendwann mal vergehen. Das ist gut. Das ist sogar
sehr gut. Das gibt es hier nicht in der Ewigkeit. Da ist alles gleich. Hey,
das ist eine super Idee. Ich denke, wir sollten Sie Gott vorschlagen. Komm
lass uns gehen. |
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Lied |
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2 |
Sag mal, das hat ja eingeschlagen
wie eine Bombe. Genau das ist es, hat er gesagt. Leben. Ja, ich will Leben
schaffen, hat Gott gesagt. Also lieber Freund, alle Achtung. |
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1 |
Na ja. Ist ja schon gut. Komm lass
uns nachdenken, wie wir das machen können. |
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2 |
Ja. Also der Kreis. Sag mal. Heißt
Leben auch sich bewegen? |
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1 |
Natürlich: so ist das im Leben, man
muss sich bewegen! |
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2 |
Gut. Wenn die Dinge sich bewegen,
dann ist der Kreis gut. Dann stoßen die nicht an eine Ecke. Sie können immer
im Kreis laufen und haben keine Probleme. |
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1 |
Genau. So ist es, deshalb ist der
Kreis ja gut. |
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2 |
Nee, ist er nicht! |
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1 |
Warum nicht? |
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2 |
Weil du runter fallen kannst! |
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1 |
Wie runter fallen? |
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2 |
Wenn du am Rand weiter gehst, fällst
du runter. |
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1 |
Du sollst ja auch nicht am Rand
weitergehen und runterfallen, dann musst du eben eine Kurve machen. |
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2 |
Will aber nicht jeder. Also ich hab
eine bessere Idee. |
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1 |
Jetzt kommt mir nicht wieder mit dem
Springbrunnen! |
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2 |
Ich habe den schon längst vergessen.
Nein. Was hältst du davon, wenn wir eine Kugel machen. |
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1 |
Eine was bitte. |
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2 |
Eine Kugel eben. Schau so sieht das
aus. |
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1 |
Na klar eine Kugel. Wenn dann
Bewegung da ist, dann kann man nicht runter fallen, das geht immer weiter. |
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2 |
Genau und es kann sich keiner
irgendwo stoßen. |
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1 |
Super, hey wir sind richtig gut.
Wenn ich mir das so vorstelle, das ist wirklich ... Nee, das geht nicht. Es
funktioniert nicht. |
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2 |
Warum nicht? |
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1 |
Weil man runter fallen kann! Schau
mal. Wenn du bis hierher gekommen ist, dann fällst du hier runter. Ist doch
klar oder? |
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2 |
Na klar ist das klar, aber nicht
wenn Gott etwas einbaut. |
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1 |
Wie jetzt, was soll Gott einbauen? |
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2 |
Einen unsichtbarer Festhalter. |
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1 |
Einen unsichtbaren Festhalter?
Kannst du mir das bitte erklären! |
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2 |
Aber gerne doch! Schau. Wenn wir
hier in der Mitte einen unsichtbaren Festhalter einbauen, dann bewirkt der,
dass immer alles am Boden bleibt. Alles wird magisch von diesem Punkt
angezogen, nur dass es eben nicht bis in die Mitte kommt, weil da der Boden
ist. Ist doch klar oder? |
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1 |
Das ist nicht nur klar, sondern
einfach genial. Super, ich denke, das wird Gott schaffen. Das nächste was
wir machen müssen, ist etwas zu schaffen, was sich bewegt und was so zum
Leben führt. |
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2 |
Wie wäre es mit Wasser? Wasser ist
doch so ein Urelement. |
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1 |
Wir schon. Aber du hast recht. Wir
sollen ja etwas ganz anderes schaffen. Also gut. Die Kugel wird mit Wasser
bedeckt. Dann haben wir Bewegung und es lebt. Super. Das zeigen wir jetzt
Gott. Er wird begeistert sein. |
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Lied |
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1 |
„Das ist sehr gut!“ Hat er gesagt.
Die Idee mit der Kugel war sehr gut und das mit dem Wasser auch. Aber so
richtig zufrieden ist er noch nicht. Es soll noch mehr entstehen.
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2 |
Irgendwann möchte ich aber auch mal
wieder Ruhe haben. Immer dieses viele Nachdenken. Da wird einem ja ganz
schwindelig und heiß bei. |
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1 |
Warte mal: Nachdenken und Ruhe
haben, das ist ja so was wie arbeiten und nicht arbeiten, oder wie anschauen
und nicht anschauen oder? |
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2 |
Äh, ja, irgendwie schon, aber ich
verstehe nicht ganz. |
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1 |
Pass auf! Ich hab da eine Idee. Wenn
die Kugel nicht nur still steht, sondern sich dreht, dann hätten wir wieder
Bewegung. Und weißt du wie wir Ruhe und Arbeiten hinbekommen? Na ganz
einfach: fürs Arbeiten schaffen wir etwas, wo es hell ist, und fürs Ausruhen
etwas, wo es dunkel ist. |
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2 |
Wie wäre es mit einem Licht, das der
Kugel gegenüber ist? Schau mal so: |
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1 |
Genau das ist es. Sehr gut. So
machen wir es. |
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2 |
Aber wo bringen wir das Licht an?
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1 |
Wir machen einfach eine Kuppel über
der Kugel. Dann ist sie auch ein wenig geschützt. |
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2 |
Das ist gut. Aber sagt mal, das mit
dem Wasser ist ja wirklich ein bisschen wenig. Könnte man nicht auch anderes
darauf machen? Ich denke da so an etwas festes. Wenn da etwas wachsen soll,
dann muss das ja irgendwie fest gemacht werden. Oder? |
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1 |
Da hast du recht in dem Wasser würde
das schlecht halten. Ich denke, es wäre gut, wenn Gott dann dieses Wasser
beiseite schieben würde und dann etwas Festes dazwischen machen würde.
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2 |
Ja, das könnte gehen. Also ich
meine, Gott könnte das schaffen. |
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1 |
Ich denke auch, aber vielleicht
sollten wir mal ein Modell bauen. Ich habe da noch was liegen, das könnten
wir dafür vielleicht nehmen. |
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2 |
Gut, lass uns gehen. |
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Lied |
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Engel kommen mit großer Erdkugel
zurück |
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1 |
Hast du gehört: Sehr gut hat Gott
gemurmelt, als wir an ihm vorüber gezogen sind. Ich glaube, der ist richtig
stolz auf unsere Ideen. |
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2 |
Aber es geht ja leider weiter. Also
was soll denn nun klein sein und groß werden und dann wieder vergehen. Ach
so da fällt mir ein: wie soll das eigentlich gehen? Wenn das weg ist, kommt
dann einfach ein neues nach, oder muss Gott dann wieder ran, was ganz neues
machen oder müssen wir uns dann jedes Mal was neues ausdenken? |
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1 |
Da habe ich ja noch gar nicht dran
gedacht. Also weißt du, es ist ja wirklich ganz schön schwierig. Aber ich
glaube, ich habe schon wieder eine gute Idee. |
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2 |
Und, die wäre. Sag schon. |
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1 |
Wie wäre es, wenn wir diesen
wachsenden Dingern einfach etwas mitgeben, woraus dann wieder neues wächst? |
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2 |
Das ist ein super Idee. Die brauchen
einfach Samen, die sie abwerfen und dann wird daraus wieder etwas kleines
und großes. |
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1 |
Genau so machen wir das. Aber jetzt
lass uns überlegen, wie das am besten geht. Pass auf wir probieren mal was
aus.
(Geht zu einer Person und stellt die
hin.)
Sieht das gut aus? |
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2 |
Nee, nicht so richtig. Also ich
denke, wenn es fertig ist, muss es groß und mächtig aussehen. (Arme
ausbreiten) |
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1 |
Nein, noch mächtiger. (Arme hoch) |
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2 |
Ja, aber es ist noch zu wenig.
(Holt ein grünes Tuch und legt es
über die Arme) So vielleicht? |
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1 |
Ja, bestens. So ist es gut. Aber das
wäre noch zu wenig. Wir brauchen noch mehr. |
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2 |
Ja, wir brauchen nicht nur so große,
wir brauchen auch kleine. (Holt noch ein paar Kinder, legt bunte Tücher auf
den Kopf) |
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1 |
Sehr gut, das ist sehr gut. Hier
Bäume und da Blumen. Prima. Und die halten auf dem Festen. Klasse. Die
lassen sich nicht wegziehen. Sie leben und können sich auch bewegen. So
wollten wir das doch, oder? |
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2 |
Eigentlich ja. Aber mein Lieber,
wenn wir das so lassen, dann könnten wir auch beim Kreis bleiben. Die kommen
ja gar nicht von der Stelle. Dann würden die ja auch nicht am Rand
runterfallen. |
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1 |
Recht hast du. Wir müssen uns also
noch etwas ausdenken, was herumlaufen kann. Also ich denke, es sollte vier
Beine haben, dann fällt es nicht um. |
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2 |
Vier Beine ist sehr gut. Damit kann
man auch gut laufen. Vielleicht kann das ja so aussehen: (Die beiden
erfinden jetzt Tiere, die es nicht gibt: -gemalt auf den OHP oder
dargestellt mit Personen) Krokodilelefant, auf Giraffenbeinen gehende
Schlange, o.ä. – Gott wird das korrigieren, damit die Tiere dann auch
wirklich leben können.) |
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1 |
Ich denke, damit können wir vor Gott
erscheinen. Das ist das großartigste, was ich mir jemals ausdenken könnte.
Und so etwas hat es noch nie gegeben und wird es auch nie wieder geben. |
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2 |
Du hast recht. Dieses Projekt ist
einmalig. Gott wird begeistert sein. |
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Lied |
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G |
(im Hintergrund bleibend, nur die
Stimme ist zu hören; die Engel stehen vor dem Aufgang zur Kanzel)
Nun ich sehe, ihr seid zum Ende
gekommen |
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1 |
Ja, wir haben uns noch viele
Gedanken gemacht. Und das Ergebnis sind die Bäume und Pflanzen und die
Tiere. |
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G |
Sehr, gut, wirklich sehr gut. Ich
denke, wir können an die Arbeit gehen. |
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Spr. |
Und so schuf Gott die Welt.
Zuerst den Kugel mit dem Wasser und
dem unsichtbaren Festhalter und er ließ seinen Geist über diesem Wasser
schweben. Alles sollte seinen Anfang bei ihm nehmen.
Und dann sprach Gott: es werde Licht
– und es entstand ein Licht. Und das Licht nannte er Tag und die Finsternis
nannte er Nacht.
Und darüber verging ein Tag. Gott
schaute sich sein Werk an und sagte: ja es ist gut.
Am nächsten Tag schuf er den Himmel.
Es war ein großer Himmel, so dass auch dies einen ganzen Tag dauerte. Und
auch dieses Werk schaute sich Gott an und sagte: es ist gut.
Am dritten Tag da schuf er das Land
indem er das Wasser beiseite schob. es entstanden wundervolle Flächen. Auf
den einen sollten die Bäume wachsen, auf den anderen die Blumen. Auf einigen
Flächen wuchs das Getreide, auf anderen die Rüben und auf vielen Flächen
wuchs Gras. Aber es gab auch einige Stellen, die blieben ganz trocken, das
nannte Gott: Wüste.
Und er schaute wieder auf seine
Schöpfung und sagte: es ist gut.
Für den nächsten Tag konnte er nicht
auf Ideen seiner Berater zurückgreifen, denn das ist ihm erst beim
Erschaffen aufgefallen. |
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G |
Ich glaube, so geht das nicht. Das
eine Licht das reicht nicht. Wir brauchen nicht nur Licht am Tag, wir
brauchen auch Licht in der Nacht. Nicht so viel, aber doch ein bisschen. Ich
werde noch ein mittelgroßes Licht an den Himmel setzen und viele kleine. Das
ist gewiss gut. |
|
Spr |
Und so schuf Gott den Mond und die
Sterne und setzte sie an den Himmel. Die Sonne bringt Licht und Wärme am Tag
und der Mond und die Sterne spenden Licht in der Nacht. Und vielleicht kann
man später noch mehr aus dem Mond und den Sternen ablesen. Wer weiß, wer
weiß.
Und Gott sah sein Werk und sprach:
Es ist gut.
Am nächsten Tag machte er sich ans
Werk und machte die Tiere. Vierbeinige fürs Land, ohne Beine fürs Wasser und
welche mit Flügeln für die Luft. Wasser, Erde und Luft sollten da sein für
die Tiere. Nirgendwo sonst gibt es so etwas. Ach übrigens, die Schlange hat
keine Beine mehr, für vier Beine war sie einfach zu lang. Und das Krokodil
hat auch keinen Rüssel mehr, der ist doch nur hinderlich.
Und am Ende des Tages wimmelte die
Schöpfung mit vielen Millionen von Tieren. Es war ein herrlicher Anblick,
den Gott sehr genossen hat. Es ist gut, sagte er leise vor sich hin, bis er
sich zur Ruhe begab.+
Aufstellen des Erdballes
Am nächsten Tag aber war Gott sehr
unruhig. Irgendetwas trieb ihn um |
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G |
Berater, kommt bitte |
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1 |
Ja, Gott, hier sind wir. |
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2 |
Was können wir tun. |
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G |
Ich bin noch nicht ganz zufrieden
mit dem, was wir gemacht haben. Es ist gewiss gut, und ich bin euch auch
sehr dankbar für eure Ideen, selbst wenn ich das ein oder andere noch
verbessern musste. Aber es fehlt einfach noch etwas. |
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1 |
Ja aber was denn. Wir haben doch
eigentlich alles geschaffen, was nötig ist für dein großartiges Projekt. |
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2 |
Und ehrlich gesagt, ich sehe nicht,
was noch fehlen könnte. |
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G |
Ich möchte, dass etwas in meiner
Schöpfung ist, was auch mich erkennt. Ich möchte etwas haben, was ich
ansprechen kann, was mich ansprechen kann. |
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1 |
Wir tun unser bestes, Gott. |
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2 |
Ja, wir werden noch einmal
überlegen. |
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1 |
Also ich weiß wirklich nicht, was
das sein könnte. |
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2 |
Ich auch nicht, aber vielleicht
könnten wir ja mal jemanden fragen.
Kinder, könntet ihr uns helfen, was
da noch fehlt. |
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Die Kinder natürlich schnell
antworten, dass die Menschen fehlen. |
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(Kurzes Gespräch mit den Kinder)
Menschen, was sind Menschen?
und wie können die Gott ansprechen?
Was machen die denn? |
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2 |
Gott, wir haben es. Wir haben eine
Idee! |
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G |
Na dann mal los. Erzählt mal. |
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1 |
Wir könnten doch Menschen machen.
Das sind Wesen, die dir antworten können: also beten, singen, loben. |
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2 |
Ja und diese Menschen könnten sich
doch dann auch um die Schöpfung ein wenig kümmern – oder wolltest du das
ganz alleine tun? |
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G |
Schon, aber die Idee ist wirklich
gut. Ja, ich glaube, das ist genau das, was ich wollte. Menschen, die meine
gute Schöpfung erhalten und bewahren, mit meiner Hilfe natürlich, sonst
klappt es wahrscheinlich doch nicht.
Also wohlauf: lasst uns Menschen
machen. Sie sollen mir schon ähnlich sein, ich möchte mit ihnen reden
können. Und es sollte nicht nur einer sein, sondern ganz verschiedene.
Männer und Frauen, das auf jeden Fall. Und dann dürfen es helle, dunkle,
braune und weiße sein. Und die verteilen wir über die ganze Schöpfung. Ja,
das ist gut. |
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Spre |
Und so schuf Gott den Menschen. Und
weil er mit ihnen reden konnte, gab er ihnen auch einen Auftrag mit: |
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G |
Ihr Menschen, ihr sollt in dieser
Schöpfung vieles tun. Ihr sollt darin leben und arbeiten. Helft, dass die
Schöpfung so bleibt, wie sie ist. Sorgt für die Pflanzen und Tiere. Ihr
dürft davon leben, dürft davon essen, aber vernichtet sie nicht einfach nur
so. Und bringt Kinder zur Welt. Das ist wunderbar. Die Kinder sollen es gut
haben, überall auf der Welt. Sorgt auch für sie, so gut ihr nur könnt. Ich
schenke euch die Kinder, darum achtet sie als mein Geschenk an euch.
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Spr |
Und Gott war glücklich, als er am
Abend dieses Tages seine Schöpfung betrachtete. Noch nie hatte man Gott so
strahlend gesehen. |
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G |
Heute will ich ruhen. Sechs Tage
habe ich für das Werk der Schöpfung gebraucht. Jetzt soll ein Tag der Ruhe
sein. Das sollten übrigens alle so machen. Einen Tag der Ruhe sollte sich
jeder gönnen.
Aber bevor ich mich jetzt ausruhe,
schaue ich noch mal mein Werk an. Ich kann es nicht anders sagen: Diese Welt
ist einfach spitze. Sie ist sehr, sehr gut. Da ist mir wirklich etwas sehr
gutes gelungen.
Ich hoffe, das bleibt so für alle
Zeiten. |