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Lesung
Am Anfang war alles Finsternis.
Der erste Tag
Gott brachte das Licht in die Finsternis. Er trennte das Licht von der
Finsternis und bestimmte, daß es am Tage hell und bei Nacht dunkel sei.
Und es ward Abend und es ward Morgen: ein erster Tag.
Der zweite Tag
Gott schuf den Himmel und füllte ihn mit Wolken.
Und es ward Abend und es ward Morgen: ein zweiter Tag.
Der dritte Tag
Gott trennte das Land vom Wasser und dort wo das Wasser sich sammelte war
nun das Meer. Auf dem Land konnten nun Pflanzen wachsen.
Und es ward Abend und es ward Morgen: ein dritter Tag.
Der vierte Tag
Gott schuf Sonne, Mond und Sterne. Die Sonne strahlte bei Tag und bei Nacht
spendeten Mond und Sterne ein wenig Helligkeit.
Und es ward Abend und es ward Morgen: ein vierter Tag.
Der fünfte Tag
Gott füllte die Meere und Flüsse mit Seetieren und Fischen. Den Himmel
belebten Vögel und Insekten.
Und es ward Abend und es ward Morgen: ein fünfter Tag.
Der sechste Tag
Gott schuf alle Tiere die das Land bevölkern sollten. Und noch am selben Tag
erschuf er den Menschen. Er segnete seine Schöpfung.
Und es ward Abend und es ward Morgen: ein sechster Tag.
Der siebte Tag
Jetzt war das Schöpfungswerk Gottes beendet und deshalb ruhte er am siebten
Tag aus. Er segnete diesen Tag und bestimmte, daß es ein heiliger Tag für
die Menschen werden sollte, an dem sie die Arbeit niederlegen und Gott
preisen sollten.
Und es ward Abend und es ward Morgen: ein siebterTag.
So schuf Gott Himmel und Erde.
Aber erst nach vielen Jahrmillionen
hatten die Menschen endlich den Auftrag Gottes begriffen:
,,Macht euch die Erde untertan!"
Und so folgten sieben Jahre der Arbeit!
Am ersten Tag des ersten Jahres (Bild I - Friedenstaube)
wurde der Weltfrieden geschaffen.
Denn die Menschen beschlossen, kein Geld mehr für Krieg und
Vernichtungswaffen auszugeben. Es gab einen vollkommenen Rüstungsstop auf
der ganzen Erde.
Und die Waffen wurden vernichtet.
Am ersten Tag des zweiten Jahres (Bild II - Fluß/Fische)
wurde die Natur zum zweiten Mal geschaffen.
Die Menschen begannen nämlich mit dem Bau vieler Kläranlagen.
Die Umwelt wurde nicht mehr vergiftet. Flüsse und Meere waren befreit von
Müll und Chemikalien. Fische tummelten sich wieder im Wasser.
Am ersten Tag des dritten Jahres (Bild III - Sonne Wolken)
war es endlich auch eine Lust, in der Stadt zu leben. Denn die Menschen
hatten das Problem der Luftverschmutzung gelöst. Bleiwolken und
Kohlendioxyddämpfe verschwanden.
Und über der Stadt ging strahlend die Sonne auf.
Am ersten Tag des vierten Jahres (Bild IV - Vogel - Blume)
gab es wieder natürliches Leben in der Stadt: Pflanzen und Tiere.
Denn die Menschen hatten die letzte Grünanlage fertiggestellt und um die
Städte wurden Wiesen und Wälder angelegt. Die Menschen wurden vom
Vogelgezwitscher geweckt. Niemand mehr mußte aus der Stadt flüchten.
Am ersten Tag des fünften Jahres (Bild V - Rotes Kreuz-Clown)
war es den Ärzten endlich gelungen, die letzte Krankheit zu besiegen.
Das Durchschnittsalter war 120 Jahre und die Menschen konnten in
körperlicher und geistiger Frische ihre Lebensaufgabe erfüllen.
Am ersten Tag des sechsten Jahres (Bild VI - Herz + 2 Hände)
wurde die Sorge um die Seele als öffentliche Aufgabe anerkannt.
Denn die Menschen erkannten, daß sie ohne die Zuneigung und Freundschaft
anderer Menschen nicht wirklich leben konnten.
Von nun an galt für sie: Erst wenn wir für andere da sind, leben wir
richtig!
Und so wurden die Hungersnöte abgeschafft, die Unterdrückung und der
Rassenhaß. Jeder wußte nun, daß die Liebe die Grundlage der menschlichen
Gesellschaft ist.
Am ersten Tag des siebenten Jahres (Bild VII - Globus-Regenbogen)
war endlich Gottes Schöpfung vollendet.
Und die Menschen ruhten aus von all dem, was sie im Auftrag Gottes getan
hatten.
Und Gott wohnte mitten unter den Menschen und sie lobten und priesen ihn.
Die Menschen waren zu dem geworden,
wozu Gott sie von Anfang an geschaffen hatte: - Zu seinem Ebenbild.
Dies ist ein schöner Traum, aber wenn jeder bereit ist ein bißchen
mitzuarbeiten, könnte er eines Tages Wahrheit werden.
Bußakt
Priester: Gott diese wunderbare Schöpfung, unsere Erde ist in Gefahr Wir
wollen Dich um die Vergebung unserer Schuld bitten und darum das immer mehr
Menschen einsehen, das wir deine Schöpfung achten müssen, wenn wir uns nicht
selbst zerstören wollen.
1. Lieber Gott wir danken Dir für diese Erde auf der wir leben und atmen.
Diese Erde, von der unsere Nahrung kommt, die unsere Heimat ist, mit
unzähligen anderen Geschöpfen, Tieren und Pflanzen. Laß uns nicht vergessen,
daß du sie uns geschenkt hast.
Herr erbarme dich.
Herr erbarme dich.
2. Lieber Gott, wir sind alle in Gefahr, weil es Menschen gibt, die meinen
man dürfte alles machen was machbar ist. Gib uns ein Gespür dafür, was in
deinem Sinne ist und was nicht.
Christus erbarme dich.
Christus erbarme dich.
3. Lieber Gott der Umweltschutz ist sehr wichtig, damit wir unseren
Lebensraum erhalten. Vor allem wir selber müssen mitarbeiten.
Herr erbarme dich.
Herr erbarme dich.
Priester: Gott, du wendest dich uns immer wieder zu und vergibst uns unsere
Schuld. Laß uns auch heute dieses Mahl mit reinem Herzen feiern.
Fürbitten
Priester: Gott, wir erwarteten oft, daß du in Ordnung bringst, was wir
Menschen fahrlässig und verantwortungslos auf der Erde in Unordnung
brachten.
Laß uns erkennen, das wir selbst für die Erhaltung deiner Schöpfung arbeiten
müssen. Deshalb bitten wir dich:
1. Lieber Gott, wir haben Angst, daß unser Leichtsinn die Erde krank gemacht
hat. Hilf uns hoffen, - das wir rechtzeitig umkehren und die Gefahr der
Verwüstung abwenden können.
Wir bitten dich erhöre uns.
2. Lieber Gott, wir klammern uns noch an Gewohnheit, Bequemlichkeit und
Wohlstand. Hilf uns lieben, - daß wir im Nächsten dich und dein Werk
erkennen.
Wir bitten dich erhöre uns.
3. Lieber Gott, wir möchten am liebsten alle Güter dieser Erde für uns
selber haben. Hilf uns teilen, - mit den Menschen die unsere Hilfe brauchen.
Wir bitten dich erhöre uns.
4. Lieber Gott, wir schauen oft zu, wenn anderen Unrecht getan wird. Hilf
uns kämpfen, - damit die Schwächeren zu ihrem Recht kommen.
Wir bitten dich erhöre uns.
Priester: Gott, an uns liegt es, für die Menschen von morgen mitzudenken,
mitzuplanen und mitzusorgen, damit sie eine lebenswerte Erde von uns erben.
Dir wollen wir danken, heute und in Ewigkeit. Amen.
Meditation
Ein junger Mann betrat im Traum einen Laden. Hinter der Theke stand ein
Engel. Hastig fragte der junge Mann ihn: „Was verkaufen Sie?“ Der Engel
antwortete freundlich: „Alles, was sie wollen.“ Der junge Mann begann
aufzuzählen: „Dann hätte ich gern das Ende aller Kriege in der Welt, Arbeit
für die Arbeitslosen, genug zu essen für die Hungernden, mehr Gemeinschaft
und Liebe unter den Menschen und ..... und ..... „
Da fiel ihm der Engel ins Wort: „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben
mich falsch verstanden. Wir verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur den
Samen.“
Jesus schenkt uns alles was wir wollen, aber wir müssen schon selber etwas
dafür tun. Wir müssen den Samen pflanzen und gießen, damit große Früchte
daraus werden. Wenn wir das Ende der Kriege, des Hungers und der
Arbeitslosigkeit wollen, dann müssen wir, jeder einzelne von uns , daran
arbeiten.
Denn Jesus hat nur unsere Hände, Arme und Beine, nur unser Herz, um zu
helfen.
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