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Szene 1 zu Vers 1
kommt demnächst
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Szene 2 zu Vers 2
1.Szene: Mutter, Ute in der
Küche
Ute (weinerlich): Ich habe
solche Bauchschmerzen. Ich kann heute wirklich nicht zur Schule.
Mutter: Jeden Morgen hast Du
Bauchschmerzen. Sag mir doch, was mit Dir los ist?!
Ute: Ach, nichts.
Mutter: Dann kann ich Dir
auch nicht helfen. Du gehst jetzt los, damit Du den Bus nicht verpaßt!
2. Szene: Ute, mind. 3
Kinder
Ute geht los und kommt zur
Bushaltestelle. Schon von weitem rufen die anderen Kinder:
Kind 1: Da kommt ja wieder
unsere Altkleidersammlung!
Kind 2: Na, wessen Klamotten
trägst du heute wieder auf?
Die wievielte bist
du, die in den Sachen steckt?
Kind 3: Weißt du gar nicht,
daß deine Klamotten total out sind.
Ute stellt sich abseits,
schämt sich und zieht sich zurück.
3.Szene: Mutter, Ute in der
Küche
Ute (weinerlich): Ich habe
wieder solche Bauchschmerzen. Ich kann heute nicht zur Schule.
Mutter: Bitte, mein Schatz,
sag mir doch, welche Probleme du hast!
Ute (stockend): Die anderen
Kinder hänseln mich jeden Morgen, weil ich nicht so schick und cool angezogen
bin. Ich habe keine Markensachen, sondern nur die abgetragenen Sachen von meinen
Geschwistern und deshalb werde ich immer ausgelacht.
Mutter: Aha, da liegt also
das Problem. Also, jetzt hör mir mal gut zu! Die anderen Kinder tun mir leid,
denn sie wissen nicht, warauf es im Leben wirklich ankommt. Nicht die Klamotten
und Markenkleidung sondern die inneren Werte und der Charakter eines Menschen
sind wichtig. Denk nur an die Hochwasseropfer. Einige haben kaum noch Kleidung
und fast alles verloren und trotzdem sind diese Menschen genauso wertvoll wie
vorher. Und Gott hat Dich genauso lieb, wie die anderen Kinder.
Ute: Mama, ich glaube, du
hast Recht!
4. Szene: Ute geht
selbstbewußt zur Bushaltestelle und begrüßt die anderen. Die Kinder fangen
wieder an zu Hänseln:
Kind 1: Na, wie sieht Ute
denn wieder aus.
Kind 2: Wie aus dem vorigen
Jahrhundert.
Ute: Habt ihr noch gar nicht
kapiert, worauf es im Leben ankommt?! Eure schicken Klamotten nützen Euch z. B.
bei einer Hochwasserkatastrophe überhauptnichts. Auf die inneren Werte eines
Menschen kommt es an, auf Hilfsbereitschaft und Vertrauen. Wir in unserer
Familie z.B. halten immer fest zusammen, helfen uns und gehen zusammen durch
dick und dünn.
Zunächst Schweigen und
Erstaunen der anderen Kinder, dann Getuschel.
Kind 1: Vielleicht hast Du
ja recht, Ute. Wollen wir uns im Bus zusammen setzen.
Kind 2: Oder wir?
Kind 3: Oder wir?
Nach Utes Argumenten:
- He, die kann ja richtig
sprechen. Die ist ja gar nicht so, wie sie aussieht.
- Ihre Sprache ist gar nicht
so altmodisch wie ihre Klamotten.
- ???
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Szene 3 zu Vers 3
(diese Szene mußte aus Zeitgründen entfallen)
E Sag mal, Martin, was machst du denn hier? Hattest
du bis jetzt noch Schule?
M, ganz nieder
geschlagen Nö.
E Aber warum bist du dann nicht zu Hause? Es ist schon halb drei. Die machen
sich doch Sorgen.
M Keine Lust.
E Was heißt hier "Keine Lust"?
M Ich will nicht nach Hause.
E Du willst nicht nach Hause? Sag mal, Martin, was ist denn los? Magst du
erzählen, was dich bedrückt?
M Ich weiß nicht. Ich will einfach nur meine Ruhe.
E Weißt du was, Martin, ich kenne da einen ganz tollen Ort, wo wir miteinander
reden können. Wir gehen in die Kirche. Die ist heute morgen offen. Aber es kommt
meist keiner. Da können wir mal ganz in Ruhe reden.
M Ich weiß nicht.
E Komm man her. Nachher ist dir besser.
M Na gut.
Die beiden gehen ein Stück und setzen sich dann hin
E Also los, Martin, erzähl mal, was dich so traurig macht.
M Heute war doch letzter Schultag. Und da ..... (rumdrucksen)
E ... und da gab es Zeugnisse, nicht wahr?
M Ja.
E Und dein Zeugnis is nicht so klasse?
M Nee, überhaupt nicht.
E Erzähl, wo haperts denn?
M Ich kann überhaupt kein Mathe! Das ist alles so schwer und ich kapier das
nicht. Mein Lehrer sagt, dass man eher einer Kuh das Schlittschuh laufen
beibringen kann, als mir das Rechnen. Und da haben sie alle gelacht. Die anderen
fanden das unheimlich witzig. Ich wäre am liebsten im Erdboden verschwunden. Und
das schlimmste ist, mein Vater ist ein Matheass. Hat in der Schule immer ne eins
gehabt und rechnet manchmal sogar schneller als der Taschenrechner.
E Was haste denn bekommen in Mathe?
M Ne fünf. Wissen Sie was das heißt? Mein Vater wird drei Tage nicht mit mir
reden, ich bekomme eine Woche Stubenarrest und die nächsten 6 Wochen der Ferien
werden wir jeden Abend Mathe üben.
Du musst was lernen, sonst bist du nichts im Leben, sagt er dann immer. Und
gerade Rechnen muss man können, sonst kommt man nicht voran. Wer nicht Rechnen
kann ist eine Null. Und sein Sohn darf keine Null sein, schon gar nicht in
Mathe.
E O je, das ist ja schrecklich. Aber kann denn dein Vater dir nicht helfen, wenn
er so gut ist in Mathe? Das wäre doch dann gut für dich?
M Helfen? Der rastet ja immer gleich aus, wenn ich auch nur mal ein bisschen
nachdenke. Manchmal sitzen wir eine Stunde und haben nichts geschafft und er hat
nur rumgebrüllt.
E Armer Martin. Manchmal sind Eltern aber auch wirklich schrecklich.
M Ja, finde ich auch. Meine Mutter schimpft zwar nicht so, aber was Mathe
angeht, da kennt sie auch kein Pardon. Und das Fernsehverbot hält sie ganz
strikt ein.
Irgendwie ist keiner da, der mir hilft, der zu mir hält auch wenn ich so
schlecht bin in der Schule.
E weißte du was. Ich erzählt dir mal ne Geschichte. Wir sind ja hier in der
Kirche. Es ist eine Geschichte die von Jesus erzählt. Kennst du Jesus.
M Ja. Das war doch Gottes Sohn oder? Und der war immer gut zu den Menschen.
E Richtig. Einmal kam er mal in eine Stadt. Da lebte ein Mann, mit dem wollte
keiner was zu tun haben. Der konnte zwar Mathe, aber er hat die anderen immer
betrogen. Eines Tag also kam Jesus in die Stadt und sah diesen Mann. Der saß
nämlich auf einem Baum, weil er so klein war und weil keiner ihn nach vorne
lassen wollte. Jesus hat gesagt: bei dir will ich heute essen. Du glaubst gar
nicht wie schnell der zu Hause war, um alles vorzubereiten. Und abends war dann
das große Abendessen. Und dieser Mann merkte, Jesus lässt mich nicht allein, der
will mit mir zu tun haben, auch wenn ich so schlecht war. Das ist ganz schön.
Darum will ich allen, die ich betrogen habe, ihr Geld zurückgeben und sogar ein
bisschen mehr, als ich ihnen abgenommen habe. Und dann sagte Jesus: seht ihr,
hier Gott einem Menschen geholfen.
M Ist das wirklich wahr. Jesus ist bei dem gewesen, der die Leute betrogen hat?
Der war doch ein ganz schlechter Mensch? Warum geht Jesus dahin?
E Damit er merkt, du bist nicht allein. Gott hat dich lieb.
M Hat Gott mich auch lieb?
E Na klar. Glaubst du, dass Gott darauf schaut, was unter deiner Mathearbeit
steht?
M Hoffentlich nicht.
E Gott weiß, dass du nicht gut Mathe kannst, aber Gott weiß auch, dass du dafür
andere Sachen gut kannst. Gott ist die Note auf dem Zeugnis ganz egal. So wie du
bist, hat er dich lieb. Das ist sicher wie ... wie ein Fels im Wasser ... oder
... wie eine Burg auf dem Berg. Darauf kannst du dich verlassen.
M Meinst du wirklich? Das finde ich toll. Gott hat mich lieb, auch mit der 5 in
Mathe. Und er hat dann auch den Halith lieb? Der ist nämlich in Sport eine
totale Niete. Mit dem will auch immer keiner spielen.
E Auch darauf kannst du dich verlassen: den Halith hat Gott auch lieb.
M Sag mal, ist morgen die Kirche auch offen?
E Ja! Warum fragst du?
M Weil ich morgen mit Halith hier her gehen will. Dann erzähle ich ihm auch von
Jesus und diesem Betrüger. Und ich erzähle ihm, dass wir beide von Gott geliebt
sind, auch wenn wir in der Schule auch mal Nieten sind.
Es ist schön hier. Ich fühle mich schon viel besser. Ich glaube, wenn ich wieder
mal Ärger habe, mit Freunden oder mit den Eltern, dann komme ich hierher. Hier
fühlt man sich sicher wie in einer Burg. Und wenn ich Stubenarrest habe, dann
setze ich mich auf mein Bett und denke an hier und an Gott. Dann geht es mir
bestimmt besser. Danke, dass Sie mich mit hierher genommen haben.
E Keine Ursache. Ich gehe auch öfter mal hier her. Übrigens die Sache mit dem
Mathelernen in den Ferien. Wahrscheinlich musst du das über dich ergehen lassen,
so wie der Betrüger sein Geld zurückgegeben hat.
M Ist schon in Ordnung. Muss wohl wirklich sein. Aber viel wichtiger ist, dass
ich weiß: auch wenn ich wieder falsch rechne, Gott hat mich lieb. Und wenn mein
Vater mit mir schimpft, dann sage ich ihm einfach: Mein Vater im Himmel hat mich
lieb, auch wenn ich Fehler mache. Mal sehn, was er dann sagt.
E Ich hoffe, er wird sagen: Ich dich auch.
So jetzt müssen wir aber gehen. Ich glaube deine Eltern machen sich dolle Sorgen
um dich. Soll ich dich nach Hause bringen.
M Bis zur Haustür vielleicht. Ein bisschen Angst habe ich nämlich immer noch.
E Kein Problem - gemeinsam geht's besser.
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Szene 4 zu Vers 4
Hannes kommt pfeifend (Das Lied: Das ist Gott, die
Burg in meinem Leben) herein. Es ist voller Freude und richtig aufgedreht. (Er
soll mit viel Schwung und Elan erzählen.)
Leute, wisst ihr, warum ich so fröhlich bin? Ne, wisst ihr nicht? Könnt ihr ja
auch gar nicht. Ihr kennt mich ja nicht.
Also ich bin der Hannes. Und ich hab ne ganz schön harte Zeit hinter mir. Ich
lag 2 Monate im Krankenhaus. Hab nen Unfall gehabt - mit nem Fahrrad. Ich wie
immer die Straße langgeschossen, unter Gang 12 läuft bei mir eh nichts, und dann
komm ich an die Kreuzung. Da kommt nie einer, da kannst mit 40 Sachen um die
Kurve. Ich - wie immer - mich in die Kurve gelegt und wollte rum, als ich noch
gerade so mitbekam, dass da ein Auto kam Der voll in die Eisen und ich auch.
Aber es half nichts. Hab nen Satz auf die Kühlerhaube gemacht und bin 10 m weit
geflogen.
Als ich wieder aufgewacht bin, lag ich im Bett: ein Bein in Gips und ich selber
lag auch im Gips. Tausend Schläuche an mir dran. Ich kann euch sagen, ich wusste
gar nicht was los war. Als ich aufgewacht war, da wurden die Schwestern ganz
wild. "Er ist aufgewacht, er ist aufgewacht!" haben sie immer nur so
durcheinander gerufen. Und dann kam der Arzt. Toller Typ. War ganz jung, mit dem
konnte man gut reden.
Also ich konnte mich ja nicht bewegen und reden konnte ich auch. Da war ein
Schlauch bei mir im Mund. Aber der Arzt hat mit mir geredet.
"Na, du hast ja ganz schön was gemacht. Aber es scheint wohl gut zu gehen." Er
muss wohl gesehen haben, dass ich gar nicht so richtig wusste, was er meinte. Du
bist schon 5 Tage hier - du warst im Koma." hat er erzählt. Meine Güte 5 Tage
von meinem Leben habe ich verschlafen. Du wir hatten verdammt Angst um dich, und
du bist noch nicht übern Berg. Dein Kopf hat ganz schön was abbekommen."
Was bitte, ich soll das nicht überleben. Die Wissen noch nicht, ob ich
durchkomme. Hey Leute, ich will doch leben. Ich hab noch einiges vor hier in
dieser Welt. Ne, Leute, das gibt's nicht. Ich lass mich nicht hängen. Ich konnte
es zwar nicht sagen, aber gedacht habe ich es.
Dann kamen meine Eltern. Die waren gerade mal einen Kaffee trinken gewesen.
Meine Mutter weinte vor Freude. Junge, wir haben so gehofft, dass du wieder wach
wirst," haben sie gesagt. "Wir haben so für dich gebetet."
Meine Mutter ist ne fromme Frau. Nicht so blöd fromm, aber sie glaubt an Gott
und betet darum auch zu ihm. Manchmal fand ich das doof, aber als sie das gesagt
hatte, da tat es mir gut. Ehrlich gesagt, da hab ich auch gebetet. Danke gesagt
und Gott gebeten, dass er hilft, dass ich gesund werden.
Na ja, ihr seht ja, es hat geklappt. Es gab noch mal einen Rückfall, ich sage
euch, mein Schädel hat wehgetan. So von innen. Die mussten mich noch mal
operieren. Aber wir haben alle die Hoffnung nicht aufgegeben. Die Ärzte nicht,
meine Eltern nicht und auch ich nicht. Das konnte auch nicht sein, dass Gott
mich hier nicht mehr haben wollte. Aber jetzt ist alles in Ordnung.
Ich hab übrigens was mitgebracht. Erinnerungstücher an meinen
Krankenhausaufenthalt. Hoffnungstücher habe ich sie genannt:
Hier das violette: das erinnert mich an meine Bettnachbarn. Ei als es uns allen
ganz mies ging, da haben wir sogar miteinander geweint. Aber da hat keiner dumme
Sprüche gemacht. Aber wir haben uns auch Mut gemacht. Meine Mutter hat uns das
Tuch mitgebracht. Sie hat gesagt: Violett, das ist die Farbe der Leidenszeit von
Jesus. Denkt dran: auch im Leiden ist Gott mit euch. Klingt ja fromm, aber
ehrlich gesagt: wir fandens gut. Immer wenn wir wieder schlecht drauf waren,
habe ich das Tuch hochgehalten. Dann haben wir uns angeschaut und dann ging es
schon wieder ein wenig besser.
Ein rotes Tuch habe ich noch. Das erinnert mich an meine Eltern. Die warn total
toll. Jeden Tag da, die haben mich kaum allein gelassen. Ist doch toll wenn man
weiß, dass die Eltern ein lieb haben.
Und dann habe ich ein Oranges. Das erinnert mich an den Notarzt. Der hat mich
auf der Straße gleich ordentlich versorgt und war wohl auch irre vorsichtig mit
mir. Ich kenne ihn zwar nicht, aber wenn ich jetzt so einen Arzt mit oranger
Jacke sehe, dann denke ich immer: Gott, hilf ihm, dass er den Menschen am Leben
erhält und ihn gut versorgt.
Und hier habe ich noch ein gelbes Tuch. Das steht für die Schwestern. Die waren
immer wie ein gelbes Blinklicht: Achtung, Hannes, das darfst du noch nicht.
Hannes, sei vorsichtig. Hannes, pass auf dich auf. Wie ne Ampel, die nur gelb
blinkt, wo waren die immer. Aber ansonsten auch ganz cool drauf.
Und Leute, ich sage, euch: Freunde habe ich auch reichlich bei mir gehabt. Die
haben das Grüne Tuch. Jeder, der da war, hat unterschrieben. Es war echt toll.
Wenn andere an einen denken und auch kommen, das ist super. Ich habe tolle
Freunde.
Ja und dann habe ich noch ein blaues Tuch. Das habe ich mir ausgesucht. Ehrlich
gesagt glaube ich, dass alle, die mir geholfen haben, eben auch Hilfe hatte:
Hilfe von Gott. Da habe ich gedacht, ich möchte auch ein blaues Hoffnungstuch
haben. Und das steht für Gott. Der war da, felsenfest sage ich euch, wie eine
Burg. Da konnte ich immer mit reden, wenn es mal wieder runter ging und ich dann
doch Angst hatte. Und ich konnte mich bedanken. Ich glaube, Gottes Liebe ist
viel größer als wir immer merken. Eigentlich kann man die überall sehen. Man
muss nur hinschauen. Mein Gott, der ist für mich die Burg in meinem Leben: fest
und stark. Bei ihm kann mir nicht passieren.
Deshalb pfeife ich auch immer dieses Lied. Ich finde, wir singen das noch mal
ganz, damit ihr es auch nicht vergesst: Gott, das ist die Burg auch in euren
Leben.
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