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Themen - Gottesdienst  Fußball
katholisch

 
Inhaltsangabe:
Fußballweltmeisterschaft 2010 - KINDERGOTTESDIENST  24.01.10

eingereicht von: Christine Obersteg

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Thema: Fußball-Weltmeisterschaft Südafrika

Nelio schießt ein Tor – (Gottesdienst zum Mut-Machen)

 

- Begrüßungslied:  Wo zwei, oder drei ...

- Kreuzzeichen, Kerze anzünden

Begrüßung:

Liebe Kinder, in diesen Tagen haben wir ja Fußball-Weltmeisterschaft.
Wer von Euch weiß denn, was eine Fußball-Weltmeisterschaft ist?

(Antworten sammeln)

Und wo findet diese Fußball-Weltmeisterschaft statt?

(Südafrika)

 

Mit den Menschen aus Südafrika verbindet uns der gemeinsame Glaube an Gott.

Doch vieles ist in Südafrika anders als bei uns.

Es ist ein sehr großes Land, fast 4mal so groß wie Deutschland,

wobei Deutschland doppelt so viele Einwohner hat. (Globus)

Die Menschen kleiden sich ganz anders und sprechen elf verschiedene Sprachen.

Wir begrüßen unseren Nachbarn mal in der Sprache: Xhosa: „Molweni“

(Handschlag, dann Hände nach oben drehen und die Daumenballen berühren)

(leise Trommelmusik im Hintergrund!)

Südafrika hat eine bunte Fahne mit vielen verschiedenen Farben.

grün:  vielfältige Landschaft, Früchte wie Bananen, Mangos, Ananas

            und Tiere wie Elefanten, Löwen, Büffel und Nashörner.

            (auf ein grünes Tuch Tiere stellen)

gelb: wertvolle Bodenschätze wie Diamanten und Gold

            (auf ein gelbes Tuch Edelsteine legen)

weiß + schwarz: Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben

            (weißes + schwarzes Tuch Bilder mit Kindern unterschiedlicher Hautfarbe legen)

rot:     Kriege, Blut, Aids

            (rotes Tuch Stethoskop, Arztkoffer legen)

blau: indische und atlantische Ozean

            (blaues Tuch Muscheln legen)


Das liebste Spiel, dass die Kinder in Südafrika spielen ist Fußball.

Ich habe Euch einen Fußball mitgebracht, denn beim Fußball spielen ist einiges wie im Leben auch. Da wird gejubelt und gefeiert. Manchmal aber auch gejammert und geweint. Wer gut sein will, muss sich voll einsetzen. Und nicht immer wird fair gespielt.
Wenn man jemanden auf dem Fußballfeld oder auch anderswo gefoult hat, dann tut einem das normalerweise auch leid. Das schlechte Gewissen plagt einen vielleicht auch dann noch, nachdem man sich entschuldigt hat.

Deswegen bitten wir Gott, dass er uns vergibt, was falsch und schlecht war. Und wenn wir anderen vergeben, die uns verletzt haben, dann kann Gott uns stärken, froh und glücklich machen.
 

Gebet:
Guter Gott, du willst, dass wir Selbstvertrauen haben, unsere Kräfte für andere einsetzen und nicht aufgeben, wenn es nicht so läuft wie wir es uns vorgestellt haben. Gib uns ein vertrauensvolles Herz, damit wir auch in schwierigen Situationen nicht das Vertrauen in dich und deine Liebe verlieren, sondern dein Licht und deine Wärme spüren und weitergeben können. Darum bitten wir dich durch Christus unseren Herrn.

Geschichte von Nelio

Heute möchte ich Euch die Geschichte von Nelio erzählen.
Er wohnt in einem Armenviertel am Rande von Kapstadt.
Nelio hat nur seine Mutter und eine Schwester, seinen Vater kennt er nicht.

Der ist abgehauen, sagen die Nachbarkinder.
Seine Mutter schlägt sich als Näherin durch.
Er selbst verdient ein wenig Geld, in dem er Getränke am Straßenrand verkauft. Für die Schule hat Nelio keine Zeit. Er muss ja Geld verdienen. Wenn keine Kundschaft kommt, dann nimmt er eine Getränkedose und versucht, diese zunächst auf den Füßen zu balancieren und aus dem Stand zwischen zwei Kisten hindurch zuschießen. Er wird von Woche zu Woche besser.

Vor kurzem hat er Pater Carlos kennengelernt. Pater Carlos ist ein großer, breitschultriger Mann mit freundlichem Gesicht. Er lacht viel, auch wenn er eine Menge Sorgen wegen der Kinder hat.

Im Jugendzentrum gibt es viele Kinder und Jugendliche.

Viele, denen es noch schlechter geht als Nelio. Einige kennen ihre Eltern nicht, andere mussten von zuhause weglaufen, weil sie immer wieder verprügelt wurden. Viele von ihnen nehmen billige Drogen oder Alkohol. Das macht sie krank.

Diese Kinder können im Jugendzentrum schlafen und gehen morgens in die Schule oder lernen einen Beruf. Da ist Nelio schon froh, dass er ein Zuhause hat. Ganz besonders ist Nelio von dem Fußballspiel der anderen begeistert. Im Jugendzentrum wird viel Fußball gespielt.
»Das ist gut fürs Leben«, sagt Pater Carlos. »Man lernt, dass man nur gemeinsam gewinnen kann. Die Jugendlichen erleben, dass sie etwas erreichen. Und man muss regelmäßig trainieren.«

Bewundernd sitzt Nelio Samstag für Samstag am Rand des Fußballfeldes und bewundert das Training der Größeren. Ja, er würde gerne mitmachen. Aber er kann ja nur mit den Dosen spielen. Er schämt sich gegenüber den anderen.

An einem Samstag Nachmittag diskutiert die Mannschaft auf dem Feld. Sie haben ein Fußballspiel mit einer anderen Mannschaft verabredet, aber ihr bester Spieler ist krank. Sollen sie absagen? Aber die anderen würden sagen, dass sie feige sind. Die Blicke der Mannschaft richten sich auf
Nelio. Ihm wird es mulmig. »Nein«, denkt er. »Ich blamiere mich zu Tode«. Aber es gab kein Entrinnen mehr. Wenige Sekunden später stand er auf dem Spielfeld.
Als das Spiel beginnt, ist es Nelio noch sehr unwohl. In der ersten Halbzeit vergibt er ein paar schöne Chancen.
Der Junge, der ihn aufgefordert hatte, schaut ihn gar nicht mehr an, die andern lästern.

In der Halbzeitpause nimmt ihn Pater Carlos an die Seite. »Nelio, ich habe schon oft gesehen, wie du am Rand des Feldes mit einer Dose gekickt hast. Stell dir einfach vor, der Ball sei eine Dose und die Torpfosten die Schachteln. Einmal stoppen, und dann Schuss!«
Als die zweite Halbzeit beginnt, achtet Nelio nicht mehr darauf, wie riesig der Torwart der anderen Mannschaft ist und dass alle größer sind als er. Er denkt nur noch an seine Dose und seine Kartons. Die Flanke kommt von links. Er nimmt den Ball an. »Einmal stoppen, und dann Schuss«
hört er Pater Carlos rufen. Nelio schießt. »TOR!« jubelt es um ihn herum. Nelio hat das entscheidende Tor geschossen.
 
Gespräch:

Mögliche Themen:
Was kann man beim Fußball lernen?
(Fairness, Training, Teamgeist)
Was sind Straßenkinder?
(Leben auf der Straße, in Armenvierteln)
Warum ist Fußball für die Straßenkinder so wichtig?
(Gemeinschaft lernen)
Warum hat Nelio es geschafft, ein Tor zu schießen?
(einander Mut machen)

Lied: Ho-Ho-Hosianna


Fürbitten:

Gott, Du bist unser Vater, zu Dir dürfen wir beten:

-Für die Kinder und Jugendlichen in den Armensiedlungen Südafrikas:

 Lass sie durch die positive Erfahrung der Gemeinschaft Hoffnung und Liebe erleben.

Wir bitten dich erhöre uns.


-Für die Freunde der Straßenkinder wie Pater Carlos:
 Schenke ihnen die Kraft, ihren schweren Dienst unter den ärmsten Jugendlichen zu verstehen.

Wir bitten dich erhöre uns.

 

-Für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Lass uns Freude erfahren mit den vielen

 Menschen aus aller Welt.

Wir bitten dich erhöre uns.


-Für uns selbst: dass wir uns selbst annehmen können und den Mut finden, das Richtige zu tun.

Wir bitten dich erhöre uns.


-Für unsere Verstorbenen: schenke Ihnen die ewige Gemeinschaft mit Dir.

Wir bitten dich erhöre uns.

 

Trommelmusik: Südafrika auf Globus zeigen

Vater unser ...

Schlussgebet:

Guter Gott, du lässt uns spüren, dass wir eine Gemeinschaft sind, in der jede und jeder Einzelne zählt. Das gibt uns Selbstvertrauen für den Alltag, so dass wir es schaffen können nicht nur von  deiner Liebe zu reden, sondern auch in deiner Liebe zu handeln. Dafür danken wir dir, durch Jesus Christus, der bei uns ist, heute und in Ewigkeit.
 

- Kreuzzeichen:

- Abschlusslied:  Gott dein guter Segen ...

 

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