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  Der Wirt von Bethlehem
evangelisch katholisch

 Inhaltsangabe:

Eingereicht von: © Doris & Tobias Brock

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Erzähler:

Der Kaiser Augustus wollte wissen, wie viele Menschen in seinem Reich leben. Deshalb schickte er seine Soldaten und Beamten in alle Städte seines Landes. Sie verkündeten: „Jeder von euch soll in die Stadt gehen, in der er geboren wurde, jeder Mann und jede Frau. Dort müsst ihr euch in Listen eintragen lassen, damit alle Leute gezählt werden können.“

Die Leute hörten zu, was die Soldaten verkündeten, und machten sich auf die Reise, denn dem Kaiser musste man gehorchen. Sie packten ein paar Sachen zusammen und zogen los: die Reichen mit einem Pferd oder einem Wagen, manche hatten vielleicht einen Esel oder einen Ochsenkarren, aber die meisten gingen sicher einfach zu Fuß. Du kannst dir sicher vorstellen, was das für ein Gedrängel auf den Straßen war.

Wenn die Leute an ihrem Zielort angekommen waren, waren sie natürlich müde und hungrig. Sie mussten an den Volkszählungsbüros furchtbar lang anstehen und sogar am nächsten Tag noch einmal wiederkommen. Die Reise war ja so lang gewesen, dass sie nicht am gleichen Tag wieder zurücklaufen konnten. Ganz viele wollten in einem Gasthaus zu Abend essen und übernachten. Für die Wirte war das ein gutes Geschäft. So einen Andrang hatten sie schon lange nicht mehr. Aber es war halt auch furchtbar viel Arbeit. Und so hatten die Wirte schon Grund zum Stöhnen, wie auch der Wirt, von dem ich heute erzählen will.

 

Wirt:

schaut vor die Tür

So ich glaub, das war’s. Heut kommt keiner mehr. Es ist ja auch schon dunkel. Da ist bestimmt niemand mehr unterwegs.

Außerdem ist mein Gasthaus voll bis aufs letzte Bett. Sogar mein eigenes Bett hab ich vermietet. Ich schlafe heute hier auf dem Boden neben der Tür.

War das ein Stress heute. Und jetzt bin ich furchtbar müde. Bin ich froh, dass ich jetzt endlich auch ins Bett gehen kann.

Erzähler:

Nichts schätzte der Wirt so sehr, wie einen ruhigen, ungestörten Schlaf.

Schlaf-musik

Instrumental: Seht die gute Zeit ist da

 

 

Josef u. Maria

Kommen von hinten durch die Mitte

Josef:

Maria, schau, da vorn ist ein Gasthaus. Jetzt ist es nicht mehr weit.

Maria:

Hoffentlich haben sie noch ein Zimmer für uns frei. Ich bin so müde.

 

Klopfen an die Tür

Wirt:

Wacht auf, stöhnt, kommt an die Tür und macht auf

Was wollt ihr denn noch so spät?

Josef:

Wir suchen ein Zimmer für die Nacht.

Wirt:

Gähnt

Kein Zimmer frei!

Maria:

Aber wir sind müde! Wir sind schon Tag und Nacht unterwegs!

Wirt:

Es gibt nur noch den Stall hinterm Haus. Hier habt ihr zwei Decken. Füllt die Anmeldung aus.

Josef:

Schreibt Vielen Dank und gute Nacht. Gehen hinter die Bühne

Wirt:

Liest Maria und Josef aus Nazareth.

Erzähler:

Der Wirt schloss die Tür, legte sich ins Bett und schlief weiter.

Schlafmusik

Instrumental: Seht die gute Zeit ist da

 

 

Josef:

Kommt von hinten und klopft

Entschuldigung, dass ich noch einmal störe, aber könnten Sie uns noch eine dritte Decke leihen? Eine kleinere?

Wirt:

Da. Eine kleinere Decke.

Josef:

Bedankt sich und geht zurück hinter die Bühne.

Erzähler:

Der Wirt schloss die Tür, legte sich ins Bett und schlief weiter.

Schlafmusik

Instrumental: Seht die gute Zeit ist da

 

 

Sternengel mit Stern

Kommt von hinten und klopft an die Tür

Wirt:

Macht auf und ist geblendet

Sternengel:

Entschuldigung, ich suche einen Stall, das muss hier ganz in der Nähe sein, Josef und Maria ...

Wirt:

Das hat mir grade noch gefehlt! Der Stall ist hinterm Haus.

Engel:

Bedankt sich und geht hinter die Bühne

Erzähler:

Er schloss die Tür, legte sich ins Bett, zog sich die Decke über den Kopf, weil er bei der Helligkeit sonst nicht einschlafen konnte und schlief weiter.

Schlafmusik

Instrumental: Seht die gute Zeit ist da

 

 

Hirten

Kommen von hinten durch die Mitte

Lied (alle)

Kommet, ihr Hirten (alle singen)

 

Hirte 2 kommt einzeln

Hirt 1:

Hast du auch den Engel gesehen?

Hirt 2:

Nein, welchen Engel?

Hirt 3:

Ein Engel war bei uns auf dem Feld. Alles war ganz hell. Auf einmal ist der da gestanden und hat gesagt:“Fürchtet euch nicht.“

Hirt 1:

Ich hab mich aber trotzdem gefürchtet.

Hirt 3:

Er hat gesagt: Heut ist Gottes Sohn geboren. Ihr findet ihn in Windeln gewickelt in einer Krippe in einem Stall.

Hirt 2:

In welchem Stall? Hier sind so viele.

Hirt 3:

Er hat gesagt, ein Stern steht drüber.

Hirten

Schauen sich um.

Hirt 1:

Ich seh keinen.

Hirt 3:

Ich auch nicht.

Hirt 2:

Da vorn ist ein Gasthaus. Wir fragen einfach.

Hirten

Klopfen

Wirt:

Was ist denn jetzt schon wieder?

Hirt1

Wir sind drei Hirten.

Wirt:

Na und? Was ist los? Die Schafe verloren?

Hirt 2

Wir suchen einen Stall.

Hirt 3

Da drüber müsste ein Stern stehen.

Wirt:

Brüllt Hinterm Haus!

Hirten

Danke. gehen hinter die Bühne

Erzähler:

Er schloss die Tür, legte sich ins Bett und schlief weiter.

Schlafmusik

Instrumental: Seht die gute Zeit ist da

 

 

3 Könige

Kommen von hinten durch die Mitte

Musik

Drei Könige kamen von Morgenland (Claudia und Tobi singen)

Kaspar

Ich kann den Stern nicht mehr sehen.

Melchior

Er sollte uns doch den Weg zu dem neugeborenen König weisen.

Balthasar

Es muss aber hier irgendwo sein. Ich habs genau ausgerechnet.

Kaspar:

Und wo ist er dann bitteschön?

Melchior:

Hier ist ein Gasthaus. Wir fragen nach dem Weg. klopft

Wirt

Macht auf und ist sauer

Melchior:

Edler Mann, entschuldigt die Störung, aber wir suchen einen Stern. Haben Sie vielleicht...

Wirt

Schreit  Im Stall hinterm Haus!!!

Melchior

Entschuldigung. Gehen hinter die Bühne

Erzähler:

Der Wirt knallte die Türe zu, legte sich ins Bett und schlief weiter.

Schlafmusik

Instrumental: Seht die gute Zeit ist da

 

 

Engel

Kommen von hinten durch die Mitte

Lied

Vom Himmel hoch, da komm ich her (alle singen)

Engel

Flöten vor der Türe

Wirt

Hält sich die Ohren zu

Engel

Gehen hinter die Bühne

Wirt

Geht vor die Tür und schimpft

Aus! Schluss! Jetzt reicht’s! Was ist heut Nacht bloß los? Da kann ja kein Mensch schlafen! Jetzt schau ich nach, was da los ist und beschwer mich!

Geht um die Türe herum / Türe auf die Seite

Erzähler:

Er stampfte ums Haus stürmte zum Stall und wollte gerade losbrüllen, als ...

 

Vorhang auf

 

„Psst!“, flüsterten alle. „Du weckst das Baby!“

„Baby?“ wiederholte der Wirt. „Ja, heute Nacht ist ein Baby geboren.“

„Ach ja?“, brummte der Wirt und beugte sich ärgerlich über die Krippe.

Und in diesem Moment schien sein ganzer Ärger unbegreiflicherweise einfach so davonzufliegen!

„Oh!“, machte der Wirt. „Ist er nicht wunderschön?“

Und er weckte alle Gäste in seinem Gasthaus auf, denn auch sie sollten in den Stall kommen und dieses ganz besondere Baby anschauen.

Wirt

Geht herum und holt die Kinder vor die Bühne

Lied

Stille Nacht, Heilige Nacht! (alle singen)

 

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